Montag, 21. November 2011

FC Strassl - Roter Stern Favoriten

Bevor es in die lange Winterpause ging, durfte der Rote Stern noch ein Auswärtsspiel beim FC Strassl im 19. Wiener Gemeindebezirk absolvieren. Die gute Laune konnten weder die allgegenwärtige Dunkelheit noch die beißende Kälte vertreiben, und so standen 15 in weiß-roten Stoff gehüllte Athleten voller Zuversicht am auffällig kleinen Kunstrasenplatz.
Kurze Zeit später lief dann auch die gegnerische Mannschaft auf, der Trainer der Gegner wünschte dann auch sehr sportlich allen ein gelungenes Spiel.
Nach dem Anpfiff mussten wir feststellen, dass das Spiel auf dem kleinen Platz doch sehr ungewohnt ist. Vor allem die Abwehr des RSF tat sich in manchen Situationen sehr schwer, die schlechten Lichtverhältnisse und gleichfärbigen Trikots der beiden Mannschaften trugen sicherlich dazu bei.
Trotz der Probleme in der Defensive spielte der RSF nach vorne hin ein gutes Spiel. Es herrschte konstanter Druck auf das gegnerische Tor, welcher nur mit schnellen Kontern von Strassl unterbrochen wurde. Dennoch kam Strassl sehr wohl in gefährliche Nähe zu unserem Tor, und dank einer guten Kombination und ein wenig Glück beim Abschluss stand es dann bald auch 1:0.
Es folgten bange Minuten, die Abwehr hatte wirklich gesammelt einen miesen Tag erwischt - nur 10 Minuten später nach chaotischen Zuständen im eigenen 16er stand es bereits 2:0. Dennoch spielte der RSF weiterhin gut nach vorne. Langsam begann es dann auch in der Abwehr wieder zu funktionieren, und bald folgte der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Stürmerstar Ralph. Der RSF verstärkte den Druck nach vorne, doch leider verletzte sich unser Abwehrhüne Thomas an der Schulter und musste frühzeitig vom Feld. Für ihn kam Nik, und trotz der Umstellung gelang es die Abwehr halbwegs organisiert zu halten. Es folgte der hochverdiente Ausgleich zum 2:2 durch Abi, welcher damit die Torschützenliste des RSF anführt.
Leider auch die Antwort vom FC Strassl, nur 2 Minuten später stand es nach einem Blitzkonter wieder 3:2 für den Gegner.
Mit diesem Rückschlag ging es dann in die Halbzeitpause.
Auf die Ersatzbank gingen jetzt Ralph (trotz der äußerst starken 1. Halbzeit), Flo Part und Lukas "Der Metzler" (beide trotz ebenfalls starken Leistungen). Für sie kamen der Bomber-Tobi, Andi und Buxi Buchsbaum.
Sofort wurde klar, dass es in der zweiten Halbzeit um einiges ruppiger zugehen würde. Einige mäßig faire Aktionen des Gegners führten dazu dass der RSF mit ähnlichen Maßnahmen konterte, was wiederum in einer bösartigen Spirale der Gewalt resultierte. Zum Glück pendelte sich die Gewaltbereitschaft doch auf einem zwar nicht ansehnlichen, aber zivilisierten Niveau ein, so dass es nicht zu gröberen Verletzungen kam. Allerdings kassierten die Jungs von FC Strassl einige gelbe Karten, meist für verbale Kritik an Schiedsrichterentscheidungen (was dem Roten Stern natürlich im weiteren Verlauf zu Gute kam). Dann endlich fiel durch einen Kopfball von Abi das langerwartete 3:3. Dieses Ergebnis konnte dann (trotz einer Schrecksekunde nach einem Freistoß in der Nähe unseres 16ers) auch bis zum verfrühten Abpfiff (ganze 5 min vor Ablauf der regulären Spielzeit) gehalten werden. Somit gehen wir auf einem recht sicheren 4ten Platz in die Winterpause, um im Frühjahr unsere Fans wieder mit Ausnahmefußball zu verwöhnen.

- Kasper -

Freitag, 7. Oktober 2011

Runde 4: DSG Burenwurst vs. DSG Roter Stern Favoriten


Die altbekannten Würschtle forderten die Sterne im Zuge der 4ten Runde zum Duell auf unserem alten Heimplatz - der Marswiese.

Aufstellung:

Tor: Sandro
Verteidigung: Buxi, Hubi, Nik, Andi
DMF: Thom, Bence
MF: Tobi, Abi, Flo R.
Sturm: Ralph

Das Spiel begann wie jedes unserer Spiele in dieser Saison - sackschwach. Die Debreziner übernahmen rasch die Kontrolle, zwangen uns in die Defensive und drängten auf die Führung. Glücklicherweise scheiterten Sie sehr oft am frisch aus Hongkong zurückgekehrten M. Huber, am unter Manni Koller aufgebauten Sandro oder auch an sich selbst.

Hier und da gelang den Sternen ein kurzes Kick n'Rush, besonders über links (Tobi) kamen ein paar gute Flanken in die Mitte, die leider nicht verwertet wurden. Ralph hatte alleine mit seinen gefühlten 5 Manndeckern auch nicht gerade die leichteste Aufgabe ausgefasst, zudem spielte auch der Goalie der Gegner eine gute Partie.

Gegen Ende der ersten Halbzeit schafften es die Sterne endlich, den Druck zu erhöhen, erste Kombinationen klappten und die Räume für die Gegner wurden immer kleiner. Den Bratwürschtln unser Spiel aufzuzwängen, soweit ging es dann jedoch noch nicht....

Halbzeit
Wechsel: Flo P. für Tobi, Klemens für Flo R.

Die zweite Spielzeit begannen die Sterne mit einer taktischen Umstellung. Tom ging nach vorne, um mit Ralph zusammen das Spiel endlich für uns entscheiden zu können, Abi lies sich ein wenig zurückfallen... ein klassisches 4-4-2 eben.

Dementsprechend offensiver gingen die Red Stars dann auch ans Werk - speziell Klemens war in Höchstform, und trotz fiesester Wursteleien der Gegner (Rippenklatscher) startete der Vorarlberger einen Vorstoss nach dem anderen. Auch durch Tom kam mehr Druck aufs Tor, und so musste der gegnerische Goalie ein paar haarige Situationen sowie Weitschüsse ausputzen. Angriff auf Sandro waren nun Mangelware, und die paar spärlichen Vorstösse wurden meist von der nun sehr stark agierenden Viererkette unterbunden. Die offensive Grundeinstellung, welche aus der Pause mitgenommen wurde, kam auch in der Viererkette ans Mondeslicht - dort ein vorstoßender Buxi, da ein Andi, der sich mit Klemens-Zusammenarbeit nach vorne schleicht. Selbst ein Nik und ein Hubi ließen sich die Freuden eines Dribblings nicht vorenthalten.
In der 64. Minute wurde dann noch der dritte Wechsel vollzogen, Gregor kam für Tom auf eine für ihn etwas ungewohnte Position - Sturm. Bis zur 75. Minute hieß es dann noch zittern, einmal ganz besonders, als ein Würschtle sich irgendwie an der Abwehr vorbeigeschlichten hatte (wahrscheinlich hinterm Torout gewartet...) und Sandro zum Duell forderte....was der EWR-Import dann auch easy gewann, ums mal "schweizerisch" zu formulieren.

In der 75. Minute dann die Erlösung. Ein weiterer Vorstoß von Klemens auf der rechten Seite, der Torwart patzt zum ersten und einzigen Mal und lässt den Ball abprallen. Ralph bedankt sich kurzerhand mit einem trockenen Schüsschen zum 1:0! Endlich, der Bann schien gebrochen. Nur 1 Minute später, schöne Abwehr der Verteidigung, der Ball kommt zu Gregor, welcher Ralph bedient...aus Nächstenliebe verstolpert dieser den Ball, oder legt ihn besonders exotisch auf...wie auch immer, der eingewechselte Flo Part nutzt die Gunst und haut den Ball lässig am Torwart vorbei: 2:0!

Von diesem Schock erholten sich die Blunzn nicht mehr, die Sterne geigten auf und kamen noch zu der ein oder anderen Großchance.  Da man sich jedoch nicht mit übermäßig vielen Toren profilieren muss, lies man es bei einem 2:0...

Keine Verletzungen, keine gelbe Karte (wir sind die fairste Mannschaft, nur mal so am Rande angemerkt...und das nach 3(!) Spielen ;)), ein Zu-Null-Sieg....was will man mehr?

lg
Gerry

Donnerstag, 29. September 2011

Roter Stern Favoriten - Salzachkicker

WAF Gruam, 25.09.2011, 19:00

Aufstellung 4-2-1-3: TW: Sandro, Abwehr: Kasper, Gregor (Capt), Huber, Zietz, DMF: Clemens, Bence, OMF: Ralph, Sturm: Marius, Tobi, Flo P.

Da viele der gewohnten Stammspieler fehlten, stellte der RSF eine etwas improvisierte Aufstellung, vor allem in der Abwehr, auf den Platz. Das sollte jedoch nichts an der hohen Motivation der Roten ändern.
Und so ging das Spiel dann auch bald los. Wir standen einer sehr jungen und ebenfalls motivierten Mannschaft der Salzachkicker gegenüber. Es wurde schnell klar, das dies hier keine gemütliche Abwehrschlacht werden sollte - beide Mannschaften waren schon ab den ersten Minuten klar auf Angriff bedacht. Leider merkte man beim RSF die mangelnde Eingespieltheit der zusammengewürfelten Abwehr. Doch auch beim Gegner offenbarten sich teilweise eklatante Abwehrschwächen. Beide kamen zu ihren Chancen, doch dann schon in der 15. Minute die Schrecksekunde: Nach einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Flo P. und einem gegnerischen Abwehrspieler lag der Tormann der Salzachkicker bewusstlos am Boden. Sofort wurde die Rettung verständigt, doch lies sie sich lange Zeit mit der Anfahrt - so ging es nach gefühlten 30 Minuten Unterbrechung mit dem Spiel weiter. An dieser Stelle noch ein mal im Namen der gesamten Mannschaft eine gute Besserung!
Leider hatten die Salzachkicker den besseren Start erwischt. Nach 35. Minuten und einem Stellungsfehler der gesamten RSF Abwehr konnte die dominante Nr. 12 der Gegner mit einem schönen Schuß 0:1 in Führung gehen. Es folgte eine Druckphase, doch der RSF Abwehr sollte kein Patzer mehr passieren. Trotz rollender Angriffe und fehlender Entlastung nach vorne hielt man das Ergebnis. Es gelang sogar, in den letzten Minuten vor der Pause wieder mehr für das Spiel zu machen, und einige Male in gefährliche Nähe des gegnerischen Tores zu kommen.

Nach der Pause gab es einige signifikante taktische und personelle Änderungen. Bence, Kasper und Zietz gingen auf die Bank, hinein kamen Thom, Buxi und Abi. Die deutlich offensivere Ausrichtung machte sich sofort bemerkbar. Das Spiel war nun wirklich ansehnlich, beide Mannschaften spielten in den Minuten nach dem Seitenwechsel attraktiven Fußball, die Tendenz deutlich auf Seiten vom Roten Stern. Nachdem unseren jungen Gegnern offenbar auch langsam die Puste ausging, konnten vor allem auf den Flanken (Marius mit einigen Traumaktionen, nur leider ohne Abschluss), aber auch durch die Mitte (Abi, Tobi, Ralph) einige Akzente gesetzt werden. Und so gipfelte das ganze auch im hochverdienten 1:1 Ausgleich, nach Ecke durch Flo P. und Verwandlung per Abi's Kopf.
Danach sollte nur noch eine Mannschaft spielen, während die konditionell sichtlich angeschlagenen Kicker von der Salzach sich auf Kick&Rush Konterfußball beschränkten. Es entstanden daraus zwar einige gefährliche Attacken, bis auf eine strittige Situation (Elfmeterverdacht) und einen misslungenen Heberversuch waren die Chancen aber vor allem auf Seiten des Roten Sterns. Ein Sieg wäre vor allem in Anbetracht der Spieltendenz verdient gewesen, am Ende mußte man sich allerdings mit dem 1:1 begnügen.
Ein Lob jedenfalls an die Offensivabteilung unserer Gegner, welche trotz der mangelnden Erfahrung und Kondition das Spiel vor allem in der ersten Hälfte durchaus ansehnlich gestalteten, und so gesehen das mühsam über die Runden gebrachte Remis doch verdient hatten.


Sonntag, 5. Juni 2011

DSG Cup: Roter Stern Favoriten - Salzachsturm (Kurzzusammenfassung)

In der Qualifikationsrunde traf der Roter Stern Favoriten auf die alten Bekannten Salzachsturm aus der Parallelliga. Gespielt wurde bei teuflischer Hitze auf dem Kunstrasen der WAF Gruam. Unter dem Jubel von zahlreichen Zuschauern konnte der Roter Stern einen Überzeugenden Sieg gegen die Phasenweise stark spielenden Gegner verbuchen. Tore von Tobi (2 Stück) und Abi sicherten den 3:0 Endstand. Das Spiel war vor allem durch Fairness auf beiden Seiten gekennzeichnet, und wegen der unerträglichen Hitze fehlte es über weite Strecken an Spritzigkeit. Dennoch einige anschauliche Spielzüge auf beiden Seiten, und der Endstand von 3:0 gerecht (vor allem dank der sichtlich größeren Erfahrung der Roten Stars). Ein Kompliment an den Gegner, welcher mit einigen Aktionen zeigen konnte dass auch er Fußball spielen kann.
Für den Roten Stern geht das Abenteuer Cup nun weiter mit einem Auswärtsspiel gegen FC Twentyone.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Nachtragsspiel: RSF vs. Laube

Schmelz, Platz 2, 27.05.2011
Ergebnis: 2:2
Tore: Abislav und Kasparov

Am Freitag, den 27.05., trafen die Aufstiegskandidaten Laube auf den Roten Stern, dem leider ein Punkt fehlte, um selbst noch in die 1. Klasse aufzusteigen. Zumindest konnten wir entscheiden, wer aufsteigt – dementsprechend waren auch eine Handvoll Spieler der Pandas angereist, die einen Sieg des RSF brauchten, um auf dem 2ten Platz und somit aufsteigen zu können....tja, wie man sieht, sollte dem nicht sein.

Das Spiel begann mit noch eher leichten Regens mit einem zarten Lüftchen von Nord-Nord-Ost, welcher sich dann relativ schnell zu einem richtigen Orkan aus Nord-Ost entwickelte. Dem Spiel der Sterne tat das in den ersten 40 Minuten keinen Abbruch – bis auf ein paar Vorstöße der Gäste waren es die RSFler, welche öfters knapp vors Tor kamen. Mitten in der sich gut entwickelnden Angriffsphase verletzte sich Max, welcher auf der linken Seite ein paar starke Vorstöße hatte, schwer => Kreuzbandriss. Wir wünschen unserem Neuzugang die beste ärztliche Betreuung Wiens, eine schnelle und nachhaltige Genesung – und dass er die Fußballschuhe vielleicht doch nicht an den Nagel hängt, und in ein paar Monaten beim RSF wieder mittrainieren wird.

Für Max kam dann unser Versehrtenveteran Buxi aufs Feld – damit hatten wir keine Wechsler mehr auf der Bank und mussten bei diesem stürmischen Wetter und dem harten Schmelz-2-Platz Vorsicht walten lassen. Laube drückte im Verlauf immer mehr, besonders deren Spiel durch die Mitte lies eine gewisse Ruhe und Kontrolle erkennen. Bis auf ein paar Weitschüsse und einem 1:1 gegen Sandro, welcher den Winkel perfekt zumachte und der Schuss meterweit am Tor vorbei ging, passierte jedoch nicht viel nennenswertes. Außer vielleicht noch, dass der Schiedsrichter, der scheinbar nur durch den Wind von A nach B, und durch den abschüssig gebauten Platz vom Wasser von B nach A zurück transportiert wurde. Dieser Herr hatte dann in der 35. Minute auch ein einsehen und unterbrach das Spiel – einzelne Spieler waren durch lokal auftretenden Hagel schon zu Boden gegangen.

Nach gut 15 minütiger Wartephase unter dem Betondach der Schmelz und dem steten Ansammeln von Pfützen auf dem Platz wurde schließlich weitergespielt – nicht unbedingt im Sinne der RSFler, da der Spaß und die Sicherheit zuerst kommen sollten, und es witzlos ist, wenn der Ball auf dem Platz an einem vorbei schwimmt. Die Laubianer wollten aber die Entscheidung, und somit ging es wieder auf den Platz. Der Regen hatte nachgelassen, jedoch nicht wirklich aufgehört – starke Luftböhen machten es uns dann besonders in der zweiten Halbzeit schwer. Ausschüsse von Sandro wurden beinahe den kompletten Weg zurück geweht.

Kurz nach Seitenwechsel, welcher ohne Halbzeitpause durchgeführt wurde, kam dann auch das unnötige 0:1 der Laubianer. Ein weiter Pass auf deren im Abseits stehenden Torjäger, welcher aus dem Wissen heraus, dass hinter ihm ein gewisser Kasparov mit schnaufenden Nüstern und blutigen Lechzen stetig näher kam, den Ball aus gut 16 Meter unhaltbar im Netz versenkte. Die Schlachtengesänge der zuschauenden Pandas, welche sich komplett in die kleine Garage am Rande des Feldes gedrängt hatten, verstummten immer mehr...zum Teil waren sie wohl auch so fasziniert von den ganzen Blitzen am Himmel, dass ihnen die Sprache weg blieb. Auf das 0:1 folge nur knapp 10 Minuten später das 0:2, nachdem der 5er der Schlaubis durch die Mitte spazierte, nicht genug gestört wurde und mit einem sehenswerten Weitschuss den Ball im Netz versenkte. Nun waren die Schlachtengesänge der Pandas ganz verstummt – hatte wohl damit zu tun, dass sie nicht mehr da waren. Wer die Sterne kennt, weiss aber, dass wir nie resignieren, und auch wenn es um nichts mehr geht außer um die Ehre – dann verteidigen wir wenigstens diese. Die Laubianer, welchen ja auch ein Unentschieden genügen würde, catenaccten sich nach dem 2ten Tor immer mehr, was uns den Raum gab, das Spiel ein wenig aufzubauen. Der Großteil lief nun über links, wo besonders Buxi und Andi walteten und schalteten. In der 76. Minute war es dann soweit, kurzer Pass auf Abi, der an der 16ener Linie 2 Gegner schwindlig spielte, sich selber leider auch, und dabei zu Boden ging – was er jedoch zu seinem Vorteil zu nutzen verstand – im Sturz schoss er den Ball perfekt ins lange rechte Eck! 1:2. Die Sterne waren wieder da und drängten von nun an auf den Ausgleich. Bis auf ein paar Weitschüsse blieben richtig gute Chancen jedoch aus. Als der Sturm langsam abflaute, kamen die Roten Sterne noch zum verdienten Remis. Ein in der 88. Minute zum 16ener zurück geprallter Schuss wurde von Kasper trocken ins rechte untere Eck gezirkelt – 2:2! Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab...5 Minuten länger, und wir hätten vielleicht noch Panda zum Aufsteiger geschossen...

Fazit: Das Spiel war sicherlich nicht eines unserer Besten, jedoch war bei dem orkanartigen Böen und dem starken Regen nicht viel mehr zu erwarten. Phasenweise funktionierte das Aufbauspiel aus der 4er Kette heraus sehr gut, durchgehende Spielzüge bis in die Spitze sind jedoch noch nicht im Standardrepertoire vorhanden. Ein bisschen was muss ja noch zum üben übrig bleiben! Das 2:2 geht in einem Spiel mit sehr wenig Chancen auf beiden Seiten in Ordnung. Laube war ein netter, bis auf 1-2 Ausnahmen (Ralfs und Andis Gegenspieler) sehr fairer Gegner. Gratulation zum Aufstieg!

G.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Runde 18 (Nachtragsspiel): RSF vs. Eintracht BW

An einem der ersten heißen Tage des Jahres 2011 versammelten sich erstaunlich viele Spieler des RSF auf dem Sportplatz WAF Gruam, um einem weiteren Gegner der DSG Liga das Fürchten zu lehren. Mit der schon fast perfekt eingespielten Aufstellung ging es los, diesmal auch mit unseren Neuzugängen Max und Sandro (Max als Innenverteidiger, Sandro wie erwartet im Tor). Und was am Platz geboten wurde, gefiel den RSF-Ultras: Dominante Spielbeherrschung, eine Chance nach der anderen für die Weiß-Rot-Weißen. In der 17. Minute nutzte dann Mittelfeldriese Bence gekonnt seine 194cm Körpergröße aus, um den Ball mit erhobenem Haupt im Netz zu versenken. Die Freude über das Führungstor war so groß, das sogleich durch Ralph der zweite Treffer folgte. Unser Torschützenkönig gleicht einem unersättlichen Raubtier, auf der immerwährenden Suche nach schmackhafter Beute.
Leider wollte sich der Italien-Import unserer Gegenspieler nicht wehrlos ergeben, und antwortete mit einem schönen Tor aus gut 20m Entfernung, auf Millimeter genau an Sandro's großen, starken Händen vorbei. Aber der RSF zeigte sich kampfstark, Daniel "Abi" Aberer tanzte mit dem Ball Walzer im Strafraum der Gegner, und nach dem Tanz verstaute er die Kugel mit festem Tritt im Tor. Doch leider schien es fast schon zu einfach zu gehen. Wieder war es der Italo-Stürmer, wieder ein Zaubertor, diesmal wohl allerdings auch mit ein wenig Glück aus sehr ungünstiger Position.
Die Stimmung auf der Tribüne war brisant, es drohte ein Platzsturm der unzufriedenen RSF-Fans. So kam der Pausenpfiff gerade richtig, um Spiel und Gemüter zu beruhigen.

Nach vollzogenen Wechseln und leichten Taktikänderungen ging es nun munter weiter. Max wurde auf die Außenbahn verlegt, um sich besser in das Offensivgeschehen einbringen zu können, seine Position übernahm an der Seite von Kapitän Nik Wageneder der Vorarlberger Herzensbrecher Michael "Hubi" Huber. Der neue Stürmer, Tobi Walkner, welcher für den angeschlagenen Ralph auf das Feld gekommen war, rechtfertigte die Entscheidung des Trainerstabs sofort: mit einem routiniert versenkten 4:2 riss der RSF das Spiel wieder an sich, und beruhigte die bereits mit Glasflaschen bewaffneten Fußball-Chaoten an der Seitenlinie. Nun schien der Gegner endgültig gebrochen, der RSF ließ nun nicht mehr nach, vor allem der Alpenyankee Lukas Martinsons auf der linken Außenbahn fiel mit gefährlichen Angriffsflügen auf der linken Außenbahn auf, auch sein Pendant auf der rechten Seite, Max Stahlhofen, spielte gefährliche Steilflanken an der überforderten Abwehr der Eintracht BW vorbei. Dem stark spielenden Berliner Bomber Marius fehlte jedoch das nötige Glück um den Ball zu versenken. Zum strahlenden Held der zweiten Halbzeit aber wurde Florian Part, der philippinische Laufroboter, der mit 2 wunderschönen Ferntoren das Spiel zu einem krönenden Abschluß brachte.
Ein schöner Tag für den RSF und seine Fans, der jeden der zahlreichen Schweißtropfen wert war.

- Kasper -


Dienstag, 24. Mai 2011

Streetkids vs. RSF


Aufstellung: Sandro – Lukas – Hubi - Ralf (45. Stefan) – Max; Bence (45. Flo P.) - Gregor; Flo R. - Abi – Marius; Tobi

Am Freitag, dem 20.05.2011, um 18 Uhr, war es wieder einmal soweit. Die Sterne trafen auf den, bis auf zwei Niederlagen, unbesiegten Meister der 2. Klasse, die Streetkids. Eine dieser Niederlagen, gleichzeitig auch die erste, die sie seit ihrer Gründung 2010 hinnehmen mussten, fügte ihnen der Rote Stern in der Hinrunde zu. Wir hatten heute die Motivation, dieses denkwürdige Ereignis zu wiederholen, auch wenn unser damaliger zweifacher Goalgetter nicht mit auf dem Felde stand.

Das Spiel fing mit ca. 20 minütiger Verspätung an – der Schiedsrichter beteuerte jedoch, dass es nicht seine Schuld war. Fakt war, dass es gefühlte 30 Grad hatte und das Aufwärmen zu einer Qual machte, weshalb wir ohne großes Nachhaken dem Schiedsrichter Glauben schenkten und vor der Fankulisse der Streetkids aufliefen.

Anstoß RSF, und los gings. Es folgte eine schnelle Partie, da, obwohl schon lange als Meister fix, sich die Kicker der Straßenkinder gebührend aus der Saison verabschieden wollten – und wie könnte man das besser tun, als den altehrwürdigen RSF zu schlagen? Angefeuert von rund 40 Fans (nachher wurde die Meisterschaft gefeiert) machten sie Druck, wo es nur ging. Der RSF stemmte sich dagegen, um die sehr gut kickende Heimmannschaft an einem Führungstor zu hindern. Zeitweise war es sogar so brenzlig (Sandro geschlagen) dass „sie nannten ihn Hubi“ einschreiten musste, um einen Rückstand zu vermeiden. Unglücklicherweise verließ uns irgendwann das Glück, und mit einem platzierten Schuss aufs lange Eck (Innenstange) ging die Heimmannschaft 1:0 in Führung. Die Fans hatten ihre Freude...zumindest zwei Minuten lang. Wie es sich für Routiniers gehörte, waren die Sterne von dem Gegentor gänzlich unbeeindruckt. Die erwähnten zwei Minuten reichten, damit Tobi und Marius den Status quo wiederherstellen konnten. Tobi kämpft sich aufs Tor vor, Schuß aufs lange Eck, dem Torwart bleibt nur die kurze Abwehr, welche Marius – routiniert, wie schon erwähnt – ins Tor bugsiert. Die Überraschung war groß – 1 Chance, 1 Tor. So spielt man auswärts Fußball! Nur fünf Minuten später musste der sich noch im Schock befindende Torhüter der Straßenkinder erneut hinter sich greifen. Ein direkt in den 16ener geflankter Freistoß köpfelt Abi in Richtung Marius, der mit einer schönen Volleyabnahme den Ball im Flug ins kurze Eck schiebt → 1:2! Bam! Die Fans fielen reihenweise in Onmacht – drei Tore in nur 8 Minuten – und dann noch den Meister aus dem Vorsprung in den Rückstand versetzt – der RSF zeigte, was Nervenstärke bedeutet.

Dann kam die ersehnte Pause – wie erwähnt, es brannte auf den Platz hernieder, als würde die Welt einen Tag später laut verirrter Christen untergehen. Der RSF wechselte 2fach, die eigentlich leicht verletzten Abi und Gregor blieben, da der Drang zu kämpfen jeden Schmerz unterdrückten. Aus diesem Grund wechselten Ralf mit Stefan und Bence mit Flo P. Letztere rotierte mit Flo R., um auf seiner gewohnten linken Seite spielen zu können.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, Anstoß Streetkids, welchen sie recht ansehnlich vollführten – kein Wunder, der RSF ließ sie im Vorhinein ja zweimal üben. Was folgte war eine nun ausgeglichenere Schlacht – unter anderem auch bedingt dadurch, dass der sehr starke Torjäger (21) mit Krämpfen vom Feld musste... für ihn kam ein glücklicherweise weniger agiles Straßenkind. Chancen, wie in der 1. Halbzeit (ein Lattenschuss udgl.) der Streetkids waren nun eher eine Seltenheit. Verzweiflungsschüsse aus der zweiten Reihe war mitunter das Gefährlichste, was noch aufgeboten wurde. Ansonsten konnte sich Hubi zum zweiten Mal auszeichnen – dieses Mal war es sein Rücken, der den Ball knapp am langen Eck vorbei lenkte. Von unserer Seite wurde natürlich auch hier und da Druck gemacht, ein Schuss von Tobi ging knapp am Torwart und am Tor vorbei, Marius sprintete ein ums andere Mal an den Verteidigern vorbei in Richtung Tor...aber auch uns war nichts zählbares mehr vergönnt. Bis auf eine gelbe Karte für Flo P., der ersuchte, all seine Kondition in einer Halbzeit gegen den recht unfair agierenden Siebner des Gegners („Spuckangriff“ im Hinspiel, ansonsten auch ein Arnautovic für arme) unterzubringen, sowie einer Gelben für den eben Genannten war das Spiel recht Kartenarm. Die Hitze, der harte Platz und das hohe Tempo der Streetkids machten sich dann ab der 70ten bei den RSFlern bemerkbar – Flo R. war ein von Krämpfen geplagter Schatten seiner selbst, und sogar Sandro, der fett und faul im Tor rumlungerte, schien schon hier und da ein Zwicken zu spüren. Man ist eben keine 20 mehr. Der Vorteil, den das hohe Durchschnittsalter der Roten Sterne mit sich brachte, sicherte uns auch den Sieg. Routine, Routine, Routine. Kein unnötiges Dribbeln hinten, kein Durchlassen bei der Viererkette sowie das Stören in entscheidenden Momenten verhinderte, dass die von ihren Fans Angestachelten das Spiel noch aufholen, geschweige denn drehen konnten. Tobi, unsere einsame Sturmspitze, ließ sich dann ab der 80ten in die Verteidigung zurückfallen und half mit, den Spielstand zu halten. Als der Schiedsrichter, der übrigens einer der Besten in dieser Saison war, das Spiel abpfiff, war ein jeder glücklich. Manche (Sterne) glücklicher als andere (Streetkids/Fans)...aber allesamt konnten stolz drauf sein, ansehnlichen Fußball bei südafrikanischen Bedingungen präsentiert zu haben.

Was noch zu sagen ist – mir war es leider unmöglich, das Spiel in diesem Bericht auch nur annähernd so gut darzustellen, wie es sich verdient hätte...ein jeder hat gefightet, ist gelaufen und hat sich so gut wie keine Fehler erlaubt. Das war auch absolut nötig gegen so einen Gegner – ein großes Lob an die Streetkids, die zurecht in die 1. Klasse aufsteigen. Und man sah wieder einmal – je stärker der Gegner, desto stärker sind auch wir! Meisterschaft 2011/2012, wir kommen!


Samstag, 14. Mai 2011

Runde 19: Dynamo Vendetta vs. RSF

Sonne, gefühlte 30°C – die Frisur hält – Glatze.
Wie es schon Tradition ist, trafen sich die Recken des RSF auf dem unbeliebten Sportplatz Leopoldau just 364 Tage nach dem letzten „Tag der Mutter“. Wer jetzt nachforscht, ob der letzte Muttertag wirklich genau 364 Tage vorher war, hat mein tiefstes Mitgefühl.
Wer sich erinnern kann – damals spielten wir anfangs zu 8t, dann stockten wir langsam auf 11 auf – bis einer mit Rot vom Platz flog, und wir zu 10 mit hängenden Köpfen vom Platz marschieren mussten.

Nun jedoch waren wir gewillt, dieses Malheur aus längst vergessener Zeit mit einem glorreichen Sieg zu überschatten – der Aufstieg war ja aus eigener Kraft noch möglich.

Von den angemeldeten 12 angry man tauchten jedoch unglücklicherweise nur 11 auf – unser „Mechicano“ hatte sich leider Gottes in der Nähe der Julius-Ficker-Straße verirrt und konnte auch bis heute nicht mehr gefunden werden.

Aufstellung wie folgt:
Tor: SwissAuer
Vert.: Kasparov, Hubiño, Ralfito und da Stefan
Mf: Klemensi, Giorgio, Aaahndi, Flop, Tobislav
Sturm: Was? Fass? Vass!

Das Spiel begann mit einem Sieg in Sachen Platzwahl – die Sterne spielten mit der Sonne in den Stiernacken! In diesem positiven Licht ging es für uns auch weiter – 5 Minuten gespielt, ein weeeeiter Abschlag von unserem Goalie, einmal kurz aufgesprungen im gegnerischen 16ener, unser langer Vorarlberger (späterer Krankenhausaufenthalt brachte es ans Licht: 1.90m(!)) setzt sich im Zweikampf mit ca. 8 Vendettas auseinander und schiebt den Ball dann routiniert am gegnerischen Torwart vorbei.... 1:0. Welch glorreicher Anfang. Wie es sich für eine gewachsene Mannschaft gehörte, lehnten sich die Sterne trotz Auswärtsspiel nicht zurück und ließen sich auch nicht von den nicht vorhandenen Fans, sowohl der Heim- als auch der Auswärtsmannschaft, irritieren. In der 10. Minute kam es dann so, wie es bei den Sternen leider hier und da passiert – das Pech schlug in der Hülle des 2:0 zu. Ein Wolf im Schafspelz, sozusagen. Freistoß an der Mittelfeldlinie, Giorgio bringt den Ball in den 16ener – wieder das gewohnte Aufspringen des Balls und das erhoffte in Nichts springen der Gegner. B. Vass schraubt sich erneut in die Höhe, Kopf voran in den Ball hinein – und leider Gottes auch in den Torwart, der sich sehr rabiat in diesen Luftkampf einschaltete. Ergebnis dieser Sekunden totaler Action: Zwei sich krümmende Spieler am Boden, ein Ball im Tor. Was für uns zuerst noch Grund zur Freude war (ja, der Ball im Tor, nicht die beiden da am Boden) erwies sich in weiterer Folge als Genickbruch. Das Pech hatte uns wieder – während der Torwart der Vendettas problemlos weiter spielen konnte, musste unser doppelter Torschütze vom Feld. Diagnose: Außenbandzerrung. Gute Besserung an dieser Stelle.

Zurück zum Spiel – zuerst schien es noch so, als ob die Sterne die nun in Überzahl agierenden Vendettas halbwegs unter Kontrolle halten könnten – die Abstinenz des 11ten sowie des ein oder anderen starken Stammspielers machte sich jedoch immer mehr bemerkbar. Vorne fanden die RSFler kaum mehr zum Abschluss, die Gefährlichkeit erwuchs meist nur durch Ecken oder Freistöße – ganz im Gegensatz zu der Heimmannschaft. Diese verschoben gekonnt die Seiten und nutzten den entstandenen Raum für ihre zahlreichen Angriffe, welche glücklicherweise sehr oft in Abseits endeten. Einer dieser Angriffe, ebenfalls Abseits, den der Schiedsrichter jedoch aus Gründen der Kulanz weiter laufen lies, führte dann zum schmerzlichen 2:1 (ca. 35min./der Spielbericht des DSG ist dieses Mal relativ unnütz).

Haaaalbzeit!

Über die zweite Halbzeit gibt es leider nichts positives mehr zu berichten – wie es sich aber für Revoluzzer gehörte, gingen die Estrellas rojas nicht ohne Kampf unter. Das 2:2 folgte kurz nach der Pause aus einem unglücklichen Abstoß und einem im Wegrutschen verzogenen Schuss gegen die Laufrichtung des Goalies mehr zufällig als koordiniert. Den Spielern war bewusst, dass man auch mit dem Unentschieden aus dem Aufstiegskampf praktisch draussen ist – daher wurde weiterhin nach vorne gespielt, was das Zeug hielt. Obwohl letzte Kräfte mobilisiert wurden und ein jeder kämpfte, klappte in der zweiten Halbzeit praktisch nichts mehr. Ein großer Teil der Fehlpässe ging sicherlich auf die Kappe der Kondition und auf die diametrale Verteilung der Selbstsicherheit seitens Vendetta und RSF. Die Tragödie nahm ihren Lauf und der RSF verlor nach einer Führung noch mit 2:3. Dieses Mal muss jedoch erwähnt werden, dass nicht die Spielleistung ausschlaggebend war, sondern das 75minütige Unterzahlspiel und die daraus resultierenden Konsequenzen wie Müdigkeit, Frust, Unsicherheit und schiere Verzweiflung ;).

Sei's wie es sei, mit diesem unglücklichen Match ging eine sehr schöne Serie zu Ende – soweit der Autor richtig informiert ist, waren die Sterne nun seit 11 Spielen ungeschlagen (davon 8 Siege). Darauf können wir stolz sein. Und auch darauf, dass wir kommende Saison diese Serie übertreffen werden muahahaha!

G.

Btw. mir ist durchaus bewusst, dass sich die Komik dieses Spielberichts in Grenzen hält...aber mehr war für mich bei der Partie einfach nicht drinnen ;)

Donnerstag, 28. April 2011

Runde 22 - Roter Stern Favoriten vs. Elektrotechnik


Nach langer, in hedonistischer Manier verbrachter Pause befanden sich die Sterne endlich wieder auf dem Fußballplatz – dick und rotbäckig, wie es sich für Genießer gehört, standen sie bei einem zu Beginn recht unwirtlichen Wetter auf dem alten Platz der Schmelz ihren Mann.

Leicht ersatzgeschwächt liefen folgende tapfere Recken auf, um die Hoffnung an einen möglichen Aufstieg weiter leben zu lassen:
Sandro – Kasper – Nik – Hubi – Stefan – Andi – Bence – Gregor – Klemens – Flo P. – Tobi; Buxi war ebenfalls als potentieller Ersatz bzw. mitfiebernder Fan angereist.

Anstoß für die Estrellas rojas. Tak – Tak – Tak und schon die erste Chance für Tobi, welche vom relativ sicher agierenden gegnerischen Torwart vereitelt wurde. Es folgte ein recht einseitiges Spiel zu Gunsten des RSF, jedoch scheiterte man ein ums andere Mal am Schlussmann der Elektrotechniker oder an kurzfristig lokal auftretenden Böen. Hier und da glänzten die Sterne mit einem schönen Kurzpassspiel, teilweise auch recht flotte direkte Pässe – meistens konzentrierte man sich aber auf dem recht harten Platz auf hohe Bälle, was einerseits weder großartig Chancen produzierte, andererseits jedoch auch keine schnellen Konter durch die Gegner zuließ. Die Erlösung kam dann in der 31. Minute in Form von Tobi – sehr langer Abstoß von Sandro, Tobi schätzt den Ball perfekt ein, der Gegner nicht und springt vorbei – jedoch hat ihn der Torwart. Erquickt über seine Glanztat schießt er den Ball sogleich aus – mehr schlecht als recht. Ein mir momentan nicht einfallender Stern, wahrscheinlich Klemens, retourniert den kurzen Abstoß direkt Tobi in den Lauf, dieser schlenzt den Ball routiniert am Torwart vorbei ins lange Eck. 1:0! Die Menge in Form von Buxi tobte – die 2 gegnerischen weiblichen Fans freuten sich innerlich für den RSF – einem genauen Beobachter fiel das auf den ersten Blick auf – außen mussten Sie jedoch pflichtbewusst den kühlen, trauernden Schein waren.  Weitere Chancen, beispielsweise ein sehr wuchtiger Kopfball von Klemens knapp übers Tor, brachten leider kein zählbares Ergebnis ein. Motivierend war es trotzdem, da auch ohne ein paar Stammspieler ein RSF druckvoll spielen kann. Abgesehen von einer gelben Karte wg. taktischen Fouls für unseren Gattuso, der ansonsten jedoch das Tier im Manne zu unterdrücken wusste, gibt’s aus der 1. Halbzeit nicht mehr zu erwähnen.

Halbzeit – Regen geht – Flutlicht kommt. Wechsel gab‘s beim RSF keinen.  

Zweite Halbzeit begann, wie die erste endete – der RSF machte das Spiel, die Elektrotechniker hielten so gut es ging dagegen – besonders der von den eigenen Mitspielern mit seiner Rückennummer (7) angesprochene machte mit seiner Ballführung ein ums andere mal kleinere Probleme im Mittelfeld – jedoch kamen die ET’s dadurch nie zum Abschluss, geschweige denn zu einer für uns brenzligen Situation.  Die längere Pause, die ausgiebigen Osteressen und das fortgeschrittene Alter forderten von dem „rot-weißen Ballett“ Tribut….das Spiel versumpfte ein wenig. Da jedoch die 4er Kette weiterhin sehr sicher stand und Sandro die selten in den Strafraum flatternden Bälle problemlos abfing, kamen die Gegner nicht mal annähernd zu der Anschlussmöglichkeit. Die vielen gewonnen geglaubten und dann doch noch verlorenen Spiele in der äonenlangen Historie des RSF ließen nicht zu, dass wir uns zurückzogen um das Spiel „heimzubringen“. Zu groß die Gefahr, dank einer Unachtsamkeit, einer fehlerhaften Schiedsrichterentscheidung (der sehr gut war, muss auch mal erwähnt werden) oder purem Pech zu verlieren. Die zahlreichen Weitschüsse, die Aktionen im gegnerischen 16ener und die durch die immer mehr aufrückenden Gegner entstehenden Freiräume brachten schließlich den ersehnten zweiten Treffer. In der 75. Minute kam Bence „Keyser Söze“ Vass kurz vorm gegnerischen 16ener in Ballbesitzt – passend zu seinem Aussehen überließ er großmütig den Ball Flo P., welcher aus der Drehung satt aufs Tor schoss – der Torwart war zwar noch dran, konnte aber das 2:0 nicht mehr verhindern. Olé!
In den letzten 15. Minuten kamen die ET’s dann auch zu ihrer ersten und einzigen Chance, fairerweise vergaben auch sie die erste Chance und der Ball kullerte munter und fröhlich am langen Eck vorbei. Danach passierte recht wenig, der Schiedsrichter pfiff nach gefühlten 85 Minuten ab – el clasico war ja im TV ;). Die von eingezwickten Nerven (Klemens), fehlender Kondition (Gregor, vielleicht auch Kasper ein wenig? ^^) und sonstigen Wehwehchens geplagten Sterne konnten wiedermal als Sieger Duschen gehen. Btw. der RSF ist seit 10 Pflichtspielen (+ 1 Freundschaftsspiel) ungeschlagen und die beste Rückrundenmannschaft der Liga! Yeah Burschen!

Montag, 28. März 2011

RSF vs. Chocola

Sonntag, 27. März im Jahre Schnee. Tatort Schmelz.

Ein ganz normaler Sonntag. Abgesehen von der Tatsache, dass der RSF an diesem Tag des unbekannten Herrn, wie an jedem Spieltag, um den Aufstieg kämpfte, und die Uhr eine Stunde zurück gestellt wurde, wars ein in den Geschichtsbüchern wohl nicht wiederkehrender Sonntag. Doch genau das letzte Detail, ein kleines Detail am Rande, würde man meinen, könnte der Grund sein, warum die Chocolatiers nur zu 10 antraten (ab 45. min zu 11). Böse Zungen behaupten, dies hätte einen Einfluß auf das Spiel gehabt. Aber da wir wissen, dass der RSF nur dann richtig gut spielt, wenn er auch gefordert wird, lassen wir das 11vs10 mal nicht als Vorteil, sondern fast schon als Nachteil durchgehen.

Der RSF mit seiner gewohnten 4-2-3-1 Aufstellung:
Tor: Ralf CH
Verteidigung: Stefanov, Hubinov, Nikita, Kasparov
MF: Bence, Andi, Flo P. (45. Tobi), Klemens, Marius (45. Gregor)
Sturm: Ralph

Leicht ersatzgeschwächt (Abi, David) liefen die Sterne auf, um die 3 Punkte nach Hause zu bringen. Im Gegensatz zum Spiel gegen Armada konnten die RSFler diesmal als erster in Führung gehen - nachdem Ralphi allein vor dem Torwart zu wenig von seinem Mostschädel verwendet hatte, um den Ball ins Netz zu drücken, kam nun sein buckliger Rücken zur Geltung! Eckball Flo P., Ralph steigt auf, dreht sich in Mumumanier weg vom Ball und lässt seine Nummer 18 die Arbeit erledigen: 1:0! Ein richtiger Stürmer trifft eben mit allen Gliedmaßen (la espalda de dios?). Nur zwei Minuten später legte Marius nach - 2:0! Wie es scheint, hat Marius die längere Abstinenz genutzt, um sein Killergameplay zu perfektionieren! Apropos Killergameplay - Kasper ist nun schon seit 25. November Kartenlos. An dieser Stelle ein Lob an das (ehemalige?) infant terrible! Yeee!

Erpicht darauf, eine möglichst sichere Führung herauszuholen, lehnten sich die Sterne nicht zurück und liefen einen Sturmlauf nach dem Anderen - man spürte hier und da die Abstinenz eines Abi's hinter den Spitzen, im Großen und Ganzen wurde er jedoch von Klemens, der einer der Besten auf dem Platz war, sehr gut vertreten. Aus einem weiteren Angriff folgte dann auch das 3:0, wiedermal durch unseren Goldeinkauf Ralphino. Da ich in der Zeit damit beschäftigt war, mit Tobi am Spielfeldrand den Ball hin und herzuschieben, habe ich leider keine Ahnung, wie das Tor ausgesehen hat - gehen wir mal von einem 40m Schuss unters Kreuzeck aus.

Ralphi, der vom RSF dazu erkoren wurde, die Torjägerauszeichnung "nach Hause" zu holen, netzte in der 44min nochmal aus kurzer Distanz ein. Der Ersatztorhüter der Chocolats konnte einem Leid tun. Hätte der DSF alle Tore von Ralph auch immer ihm zugeschrieben, würde unser Wunderwutzi nun bei 17 Toren stehen - und wäre somit der effizienteste Stürmer der Liga. Tja. Wenn. Zu Erwähnen vielleicht noch, dass dem Gegner in der Zeit keine richtige Chance auf ein Tor gelang - Lob an die 4er Kette!

Pause - Wechsel beim RSF, Tormannwechsel bei Chocola + 11ter Spieler

Nach ca. 30 Minuten Halbzeitpause, weil der Schiedsrichter mit der Technik kämpfte und den Laptop unbedingt jetzt zum Laufen bekommen wollte, gings frohen Mutes weiter. Wie jedoch schon Anfangs erwähnt, braucht der RSF einen starken Gegner, um selbst stark zu spielen. Bis auf die Nummer 5 (lebt!) der Choccos schien der Gegner jedoch bezwingbar. Somit wurde auch unser Spiel sehr schleissig - nervöses Ballwegschießen, Fehlpässe und mumuhaftes Zweikampfverhalten waren nun an der Tagesordnung. Somit auch nicht weiter verwunderlich, dass das 5:0 aus einer Standardsituation fiel. Eckball. Tobi schraubt sich hoch zum Kopfball - Tooooor! Praktisch die selbe Situation 2 Min. später, diesmal jedoch knapp am Tor vorbei. Trotz des spielerischen Verfalls gelangen den Sternen mehrere hochprozentige Chancen - aus Angst, als Angeber darzustehen, schoss Ralph im 1:1 den TW lieber ab als ins Tor, bzw. aus ca. 43cm Abstand den Ball über die Aus- anstatt über die Torlinie. Die Gäste hingegen mussten sich mit einem Freistoß an der Strafraumgrenze, der durch Kasper abgewehrt wurde, bzw. mit einigen Vorstößen des 5ers auf der linken Seite begnügen, welcher seinen Meister in Hubi, Stefan und Nik fand. Die größte Chance hatte wohl der 7er der Gegner, der durch einen Fehlpass fast alleine aufs Tor zulief. Fast. Dieses Fast, manch einem als Kapitän der Sterne bekannt, konnte den 7ner durch eine wahnwitzige Aufholjagt noch...ja genau, "aufholen", verwickelte diesen dann in ein Gespräch über Erneuerbare Energien und den Atomausstieg in der EU, worauf der komplett Verwirrte (der Gegner, nicht Nik) direkt auf unseren herauseilenden Torwart schoss - Ralf bedankte sich dafür, dass er endlich mal gefordert wurde, mit einem sicheren Save.

Irgendwann war das Spiel dann auch vorbei, die halberfrorenen Fans + Auswechselspieler freuten sich und alle waren glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Lob an den Gegner, sehr faire, humorvoll geführte Partie!

G.

Sonntag, 13. März 2011

Runde 14: RSF vs. Panda

Grias eich, Schweinsbäuch!

Sonntag...13.03.2011...15:59 Uhr....eine leichte Nordostböhe strich über den Kunstrasen der Schmelz...die drückende Ruhe zeugte von der berechtigten Nervosität....für den Roten Stern ging es heute darum, die Chance des Aufstiegs zu wahren.

Heute auf dem Platz: SwissRalf, Hubi, David, Nik, Kasper (10. Tobi) - Bence (45. Gregor), Andi - Flo P., Abi, Klemens - Ralph

16:05:00 Uhr: Mit leichter Verspätung wurde das Spiel angepfiffen - zahlreiche altbekannte Fans fanden sich ein, um den Sternen den Rückhalt des 12ten Mannes zu gewähren. Auch diese sollen zur Ehre der namentlichen Erwähnung kommen: Bische, Corre, General Manager, Tschuke und Freundin (sorry!).

Anstoß der Pandas...

16:05:12 Uhr: Nach nur 12 Sekunden wurde der Ball vom RSF erobert. Abi zu Klemens, unser Rechtsaußen zog aus 40m auf das Tor ab - wer unter der missglückten Kerze einen Paß vermutet, hat schlichtweg keine Ahnung von professionellem Fußball. Nach einem kurzen Aufsetzer vor dem Torwart, welcher von Ralphino abgelenkt wurde, trudelte der Balll ins Tor! Grandios! Ein perfekter Start für die Sterne. Manche würden meinen, dass da Glück im Spiel war - wieder andere meinen, Astrologie hätte eine Daseinsberechtigung. Beides völliger Blödsinn. Klemens darf sich von nun an mit dem "schnellsten Tor in der Geschichte des RSF" rühmen - wahrscheinlich auch mit dem schnellsten Gegentreffer, den die Pandas je bekommen haben...

Die körperlich sehr robust auftretenden Gäste gaben sich jedoch leider nicht so geschockt, wie erhofft, und hielten stark dagegen. Die Konsequenzen waren ein frühzeitiges Ausscheiden von Kasper, der mit einer Zerrung des Oberschenkels vom Platz musste - für ihn kam Tobi aufs Feld, welcher mit Andi die Positionen tauschte (Andi ging auf Kaspers Platz, Tobi spielte als 6er).An dieser Stelle noch gute Besserung für den mittlerweile sehr diszipliniert agierenden Gattuso!

Es folgte eine relativ zerfahrene erste Halbzeit - ein paar kleinere Chancen für den RSF, hier und da musste auch unser Exilschweizer Schüsse aus der zweiten Reihe abfangen - da weder hier noch da Schnitzer passierten, ging es mit dem 1:0 in die Pause. Leistungsmäßig besonders hervorzuheben sind die beiden Mittelfeld-Außenspieler - Klemens arbeitete in Vorarlberger Manier (Schaffa schaffa - Hüsle baua) nach vorne und lief sich die Lunge aus dem Hals, was den Trainer der Pandas zu regelrechten Schreikrämpfen veranlasste. Flo P. half vorallem hinten sehr oft aus und klärte eine brenzlige Situation mit ganzem Körpereinsatz! Sehr vorbildlich!

Wechsel: Bence raus, Gregor rein.

Die zweitplatzierten Pandas starteten druckvoll in die zweite Halbzeit, drängten auf den Ausgleich, welcher jedoch von unserer seit längerem fehlerfrei agierenden 4er-Kette verhindert wurde. Es wurde mit großem Einsatz um jeden Ball gefightet, Andi holte sich seine erste gelbe Karte in einer ansonsten unbefleckten Karriere mit einer sehenswerten Slow-Mo Grätsche ab.

Durch das agressivere Vorpreschen der Pandas taten sich nun mehr Räume auf, welche die RSFler zu nutzen wussten - sowohl über die beiden Außenspieler als auch direkt über die Mitte wurde gekontert und Druck gemacht. Aus so einem Angriff über Tobi, welcher zwei Gegner an der rechten Strafraumecke stehen lies, und einen sehr schönen Pass aufs lange Eck zu Flo P. spielte, fiel das 2:0. Mit einem kraftvollen Tor aus spitzem Winkel erlöste Floberto die RSFler und zwang die Pandas, vollends auf Offensive umzustellen.

Wie immer zeigte sich die Hintermannschaft des RSF von den langen Bällen und dem Versuch einzelner Gegner, im Mittelfeld durchzudribbeln, wenig beeindruckt. Wenn mans runterbricht, und das tue ich nun an dieser Stelle, hatten die Pandabären in der zweiten Halbzeit nur eine einzige Halbchance - ein Schuss aus ca. 35m, welcher unser Goalie in Zusammenarbeit mit der Latte sicher ins Aus bugsierte. Gang im Gegensatz dazu der RSF - Flo P., Klemens, Abi, Ralph, Tobi - diese Fünf machten Druck, spielten deren Verteidigung schwindlig, hier und da auch sich selbst, das jedoch nur, um die Fans zu unterhalten. In der 63. Minute fiel dann das nicht unverdiente 3:0 - Floberto in Zusammenarbeit mit Abi auf der linken Seite, Ball wird an den 16ener zu Tobi gespielt - mit viel Übersicht passt dieser zu Ralph, welcher kurz aufschaut, Maß nimmt, und aus ca. 18m den Ball routiniert flach ins rechte Eck zirkelt! Bam oida!

Die Fans kannten kein Halten mehr: Da wurde gegröhlt, gejubelt und geschriehen - zwar meist nur im inneren des jeweiligen Kopfes, aber die fröhlichen Gesichter sprachen für sich! Die Gegenseite suchte nach Lösungen - Auflösung der 4er Kette, totale Offensive...es half alles nichts. Die Angriffe, meist über den 10ner, 11er und 14ener des Gegners, wurden von Andi, Gregor, David, Nik und Hubi unterbunden. Flo P. half hinten oft aus, lange Bälle wurden mit wuchtigen Kopfbällen von David aus der Gefahrenzone raus geköpfelt...ein gewisser Frust machte sich beim Gegner breit, worunter besonders der Schiedsrichter zu leiden hatte - bzw. Abi, welcher von der Nummer 10 praktisch jedesmal übertrieben hart getackelt wurde.

Die härtere Gangart der Gegner (fairerweise muss man jedoch anmerken, dass nicht unfair oder foul gespielt wurde) führte dann auch zum Endstand von 4:0 - Klemens setzt Ralph mit einem schönen Lochpass in den 16ener in Szene, dieser läuft geschickt zwischen den Ball und einen Verteidiger - welcher ihn dann sekunden später von den Beinen holt - Elfmeter.

Trotz aller Schwarzmalerei schoss der Gefoulte selbst - klassisch lässig versenkte Ralph den Ball mehr oder weniger in der Mitte des Tores. Nicht einmal der Artenschutz konnte die Pandas noch retten - 4:0! Der Rote Stern greift nach dem Aufstieg!

Besonders die zweite Halbzeit war schön anzusehen - viel Einsatz, gutes Teamwork, und eine sehr gute Chancenauswertung führten zu einem verdienten Sieg.

Gratulation an alle! Anbei noch ein Bild, welches das Spiel am besten zusammenfasst ;)


Gregor

Dienstag, 8. März 2011

Runde 13: FC Wien - Roter Stern Favoriten

Aufstellung: Ralf Ricola - Stefan; Hubi; Nik; Kasper - Gregor ; Andi - Flo P. (erst in der 2ten Hälfte); Abi; Klemens - Tobi

Aufgrund der chaotischen Zustände an diesem Samstag-Vormittag starteten wir das Spiel zwar pünktlich, aber nur mit 10 Mann am Feld. Die ersten Minuten verliefen ähnlich unkoordiniert wie die Anfahrt - viel Geplänkel im Mittelfeld, kein klarer Spielaufbau. Dennoch sehr bald die Großchance aus wenigen Metern für unseren einsamen Stürmer Tobi, der nach monatelanger Weltreise zurückgekehrt war. Doch leider machte sich die fehlende Spielpraxis bemerkbar, und so landete der Ball weit weg vom gegnerischen Tor. Es sollte aber schneller und einfacher gehen als alle gedacht hatten: nachdem die anfängliche Nervosität abgelegt war, konnte der RSF mit einigen sehenswerten Spielzügen schnell das Führungstor erzielen. Besonderes lob gilt hier Klemens, welcher auf den letzten Metern im Alleingang mehrere Abwehrspieler des FC Wien ausgetanzt hat, um schließlich den Ball eiskalt im langen Eck zu platzieren.

Und stürmisch ging es auch in den folgenden Minuten zu. Auch zu zehnt dominierte der RSF das Geschehen auf dem Spielfeld. Auf der rechten Flanke eroberte Kasper den Ball vom Gegner, und platzierte ihn punktgenau vor den Füßen von Abi, welcher mit einem platzierten und starken Schuss auf 0:2 erhöhte.

Es ging sogleich zügig weiter - nur einen Augenblick später umtanzte Abi wieder gekonnt die FC Wien Verteidiger, spielte einen scharfen Pass in den Strafraum, den Klemens wiederum in bester Torjägermanier verwertete. Das 0:3 war zu diesem Zeitpunkt, trotz numerischer Unterlegenheit, mehr als verdient. Der Gegner konnte, auch dank einer sehr stabilen Abwehr und einiger spektakulärer Aktionen von Nik, Hubi, Stefan und Kasper, aber auch wegen des dominant spielenden Mittelfeldes nie gefährlich werden.

Zur Halbzeitpause war der Grad der Erschöpfung unübersehbar. So verbrachte Nik auffällig lange die Zeit im Bereich der Sanitäranlagen, und auch einige andere Spieler des RSF hatten mit einem flauen Gefühl im Magen zu kämpfen. Dennoch standen pünktlich alle zum Anpfiff am Feld, zusätzlich verstärkt durch den angekommenen Flo Part, nunmehr also vollzählig.

Das Feuer aus der Partie war jedoch draußen. In den ersten 5 Minuten machte der FC Wien viel Druck, den der RSF aber gut abfangen konnte. Folglich begnügte man sich mit der deutlichen 3:0 Führung, und verwaltete das Ergebnis. Ganz mangelte es jedoch auch in der zweiten Hälfte nicht an Highlights. Vor allem Tobi kam immer besser ins Spiel, auch wenn seine Abschlüsse nach wie vor zu wünschen übrig ließen. Abi, Klemens, und der ins Spiel gekommene Flo Part konnten ebenfalls öfter gefährlich in Strafraumnähe kommen, auch wenn kein zählbares Ergebnis dabei heraus kam. Auch Andi und Gregor versuchten es hin und wieder mit Angriffen und Fernschüssen aus dem tieferen Mittelfeld. Sehr gut klappte auch das Spiel in der Abwehr, wenngleich das Spiel nach und nach immer statischer wurde. Unser Alpentorwart sorgte wie immer für einen höchst verlässlichen Rückhalt. Beim FC Wien wurde aufgrund einer Verletzung gewechselt, und das schien das Spielkonzept des Traditionsklubs endgültig über den Haufen zu werfen. Nur mehr vereinzelt wurde Angegriffen, und es fehlte jegliche Koordination.

Und doch konnte sich Hubi auszeichnen, als er in letzter Not das sichere Gegentor verhinderte. Er sollte auch noch ein weiteres Mal auffallen, als er vom Schiedsrichter mit einer gelben Karte verwarnt wurde.

In den letzten Minuten konnten beide Mannschaften den Schlusspfiff kaum noch erwarten. Als letztes Highlight wäre noch Hubi's lautstarker Krampfanfall zu erwähnen, welcher aufgrund der spät einsetzenden medizinischen Hilfsmaßnahmen wohl noch einige Tage zu spüren sein wird.

Alles in allem ein sehr faires, teilweise sehenswertes Spiel, und für den RSF jedenfalls ein gelungener Saisonauftakt. Auch mit nur 10 Mann wurde das Spiel dominiert, wenngleich deutlich war dass der FC Wien die Saison auf dem falschen Fuß gestartet hatte. Nun jedenfalls ist der Rote Stern am Aufgehen, ein frischer Morgenwind weht durch die Kabine, denn selbst die Aufstiegsplätze sind in realistischer Reichweite.

- Kasper -