Aufstellung: Sandro – Lukas – Hubi - Ralf (45. Stefan) – Max; Bence (45. Flo P.) - Gregor; Flo R. - Abi – Marius; Tobi
Am Freitag, dem 20.05.2011, um 18 Uhr, war es wieder einmal soweit. Die Sterne trafen auf den, bis auf zwei Niederlagen, unbesiegten Meister der 2. Klasse, die Streetkids. Eine dieser Niederlagen, gleichzeitig auch die erste, die sie seit ihrer Gründung 2010 hinnehmen mussten, fügte ihnen der Rote Stern in der Hinrunde zu. Wir hatten heute die Motivation, dieses denkwürdige Ereignis zu wiederholen, auch wenn unser damaliger zweifacher Goalgetter nicht mit auf dem Felde stand.
Das Spiel fing mit ca. 20 minütiger Verspätung an – der Schiedsrichter beteuerte jedoch, dass es nicht seine Schuld war. Fakt war, dass es gefühlte 30 Grad hatte und das Aufwärmen zu einer Qual machte, weshalb wir ohne großes Nachhaken dem Schiedsrichter Glauben schenkten und vor der Fankulisse der Streetkids aufliefen.
Anstoß RSF, und los gings. Es folgte eine schnelle Partie, da, obwohl schon lange als Meister fix, sich die Kicker der Straßenkinder gebührend aus der Saison verabschieden wollten – und wie könnte man das besser tun, als den altehrwürdigen RSF zu schlagen? Angefeuert von rund 40 Fans (nachher wurde die Meisterschaft gefeiert) machten sie Druck, wo es nur ging. Der RSF stemmte sich dagegen, um die sehr gut kickende Heimmannschaft an einem Führungstor zu hindern. Zeitweise war es sogar so brenzlig (Sandro geschlagen) dass „sie nannten ihn Hubi“ einschreiten musste, um einen Rückstand zu vermeiden. Unglücklicherweise verließ uns irgendwann das Glück, und mit einem platzierten Schuss aufs lange Eck (Innenstange) ging die Heimmannschaft 1:0 in Führung. Die Fans hatten ihre Freude...zumindest zwei Minuten lang. Wie es sich für Routiniers gehörte, waren die Sterne von dem Gegentor gänzlich unbeeindruckt. Die erwähnten zwei Minuten reichten, damit Tobi und Marius den Status quo wiederherstellen konnten. Tobi kämpft sich aufs Tor vor, Schuß aufs lange Eck, dem Torwart bleibt nur die kurze Abwehr, welche Marius – routiniert, wie schon erwähnt – ins Tor bugsiert. Die Überraschung war groß – 1 Chance, 1 Tor. So spielt man auswärts Fußball! Nur fünf Minuten später musste der sich noch im Schock befindende Torhüter der Straßenkinder erneut hinter sich greifen. Ein direkt in den 16ener geflankter Freistoß köpfelt Abi in Richtung Marius, der mit einer schönen Volleyabnahme den Ball im Flug ins kurze Eck schiebt → 1:2! Bam! Die Fans fielen reihenweise in Onmacht – drei Tore in nur 8 Minuten – und dann noch den Meister aus dem Vorsprung in den Rückstand versetzt – der RSF zeigte, was Nervenstärke bedeutet.
Dann kam die ersehnte Pause – wie erwähnt, es brannte auf den Platz hernieder, als würde die Welt einen Tag später laut verirrter Christen untergehen. Der RSF wechselte 2fach, die eigentlich leicht verletzten Abi und Gregor blieben, da der Drang zu kämpfen jeden Schmerz unterdrückten. Aus diesem Grund wechselten Ralf mit Stefan und Bence mit Flo P. Letztere rotierte mit Flo R., um auf seiner gewohnten linken Seite spielen zu können.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit, Anstoß Streetkids, welchen sie recht ansehnlich vollführten – kein Wunder, der RSF ließ sie im Vorhinein ja zweimal üben. Was folgte war eine nun ausgeglichenere Schlacht – unter anderem auch bedingt dadurch, dass der sehr starke Torjäger (21) mit Krämpfen vom Feld musste... für ihn kam ein glücklicherweise weniger agiles Straßenkind. Chancen, wie in der 1. Halbzeit (ein Lattenschuss udgl.) der Streetkids waren nun eher eine Seltenheit. Verzweiflungsschüsse aus der zweiten Reihe war mitunter das Gefährlichste, was noch aufgeboten wurde. Ansonsten konnte sich Hubi zum zweiten Mal auszeichnen – dieses Mal war es sein Rücken, der den Ball knapp am langen Eck vorbei lenkte. Von unserer Seite wurde natürlich auch hier und da Druck gemacht, ein Schuss von Tobi ging knapp am Torwart und am Tor vorbei, Marius sprintete ein ums andere Mal an den Verteidigern vorbei in Richtung Tor...aber auch uns war nichts zählbares mehr vergönnt. Bis auf eine gelbe Karte für Flo P., der ersuchte, all seine Kondition in einer Halbzeit gegen den recht unfair agierenden Siebner des Gegners („Spuckangriff“ im Hinspiel, ansonsten auch ein Arnautovic für arme) unterzubringen, sowie einer Gelben für den eben Genannten war das Spiel recht Kartenarm. Die Hitze, der harte Platz und das hohe Tempo der Streetkids machten sich dann ab der 70ten bei den RSFlern bemerkbar – Flo R. war ein von Krämpfen geplagter Schatten seiner selbst, und sogar Sandro, der fett und faul im Tor rumlungerte, schien schon hier und da ein Zwicken zu spüren. Man ist eben keine 20 mehr. Der Vorteil, den das hohe Durchschnittsalter der Roten Sterne mit sich brachte, sicherte uns auch den Sieg. Routine, Routine, Routine. Kein unnötiges Dribbeln hinten, kein Durchlassen bei der Viererkette sowie das Stören in entscheidenden Momenten verhinderte, dass die von ihren Fans Angestachelten das Spiel noch aufholen, geschweige denn drehen konnten. Tobi, unsere einsame Sturmspitze, ließ sich dann ab der 80ten in die Verteidigung zurückfallen und half mit, den Spielstand zu halten. Als der Schiedsrichter, der übrigens einer der Besten in dieser Saison war, das Spiel abpfiff, war ein jeder glücklich. Manche (Sterne) glücklicher als andere (Streetkids/Fans)...aber allesamt konnten stolz drauf sein, ansehnlichen Fußball bei südafrikanischen Bedingungen präsentiert zu haben.
Was noch zu sagen ist – mir war es leider unmöglich, das Spiel in diesem Bericht auch nur annähernd so gut darzustellen, wie es sich verdient hätte...ein jeder hat gefightet, ist gelaufen und hat sich so gut wie keine Fehler erlaubt. Das war auch absolut nötig gegen so einen Gegner – ein großes Lob an die Streetkids, die zurecht in die 1. Klasse aufsteigen. Und man sah wieder einmal – je stärker der Gegner, desto stärker sind auch wir! Meisterschaft 2011/2012, wir kommen!
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