Nach langer, in hedonistischer Manier verbrachter Pause befanden sich die Sterne endlich wieder auf dem Fußballplatz – dick und rotbäckig, wie es sich für Genießer gehört, standen sie bei einem zu Beginn recht unwirtlichen Wetter auf dem alten Platz der Schmelz ihren Mann.
Leicht ersatzgeschwächt liefen folgende tapfere Recken auf, um die Hoffnung an einen möglichen Aufstieg weiter leben zu lassen:
Sandro – Kasper – Nik – Hubi – Stefan – Andi – Bence – Gregor – Klemens – Flo P. – Tobi; Buxi war ebenfalls als potentieller Ersatz bzw. mitfiebernder Fan angereist.
Anstoß für die Estrellas rojas. Tak – Tak – Tak und schon die erste Chance für Tobi, welche vom relativ sicher agierenden gegnerischen Torwart vereitelt wurde. Es folgte ein recht einseitiges Spiel zu Gunsten des RSF, jedoch scheiterte man ein ums andere Mal am Schlussmann der Elektrotechniker oder an kurzfristig lokal auftretenden Böen. Hier und da glänzten die Sterne mit einem schönen Kurzpassspiel, teilweise auch recht flotte direkte Pässe – meistens konzentrierte man sich aber auf dem recht harten Platz auf hohe Bälle, was einerseits weder großartig Chancen produzierte, andererseits jedoch auch keine schnellen Konter durch die Gegner zuließ. Die Erlösung kam dann in der 31. Minute in Form von Tobi – sehr langer Abstoß von Sandro, Tobi schätzt den Ball perfekt ein, der Gegner nicht und springt vorbei – jedoch hat ihn der Torwart. Erquickt über seine Glanztat schießt er den Ball sogleich aus – mehr schlecht als recht. Ein mir momentan nicht einfallender Stern, wahrscheinlich Klemens, retourniert den kurzen Abstoß direkt Tobi in den Lauf, dieser schlenzt den Ball routiniert am Torwart vorbei ins lange Eck. 1:0! Die Menge in Form von Buxi tobte – die 2 gegnerischen weiblichen Fans freuten sich innerlich für den RSF – einem genauen Beobachter fiel das auf den ersten Blick auf – außen mussten Sie jedoch pflichtbewusst den kühlen, trauernden Schein waren. Weitere Chancen, beispielsweise ein sehr wuchtiger Kopfball von Klemens knapp übers Tor, brachten leider kein zählbares Ergebnis ein. Motivierend war es trotzdem, da auch ohne ein paar Stammspieler ein RSF druckvoll spielen kann. Abgesehen von einer gelben Karte wg. taktischen Fouls für unseren Gattuso, der ansonsten jedoch das Tier im Manne zu unterdrücken wusste, gibt’s aus der 1. Halbzeit nicht mehr zu erwähnen.
Halbzeit – Regen geht – Flutlicht kommt. Wechsel gab‘s beim RSF keinen.
Zweite Halbzeit begann, wie die erste endete – der RSF machte das Spiel, die Elektrotechniker hielten so gut es ging dagegen – besonders der von den eigenen Mitspielern mit seiner Rückennummer (7) angesprochene machte mit seiner Ballführung ein ums andere mal kleinere Probleme im Mittelfeld – jedoch kamen die ET’s dadurch nie zum Abschluss, geschweige denn zu einer für uns brenzligen Situation. Die längere Pause, die ausgiebigen Osteressen und das fortgeschrittene Alter forderten von dem „rot-weißen Ballett“ Tribut….das Spiel versumpfte ein wenig. Da jedoch die 4er Kette weiterhin sehr sicher stand und Sandro die selten in den Strafraum flatternden Bälle problemlos abfing, kamen die Gegner nicht mal annähernd zu der Anschlussmöglichkeit. Die vielen gewonnen geglaubten und dann doch noch verlorenen Spiele in der äonenlangen Historie des RSF ließen nicht zu, dass wir uns zurückzogen um das Spiel „heimzubringen“. Zu groß die Gefahr, dank einer Unachtsamkeit, einer fehlerhaften Schiedsrichterentscheidung (der sehr gut war, muss auch mal erwähnt werden) oder purem Pech zu verlieren. Die zahlreichen Weitschüsse, die Aktionen im gegnerischen 16ener und die durch die immer mehr aufrückenden Gegner entstehenden Freiräume brachten schließlich den ersehnten zweiten Treffer. In der 75. Minute kam Bence „Keyser Söze“ Vass kurz vorm gegnerischen 16ener in Ballbesitzt – passend zu seinem Aussehen überließ er großmütig den Ball Flo P., welcher aus der Drehung satt aufs Tor schoss – der Torwart war zwar noch dran, konnte aber das 2:0 nicht mehr verhindern. Olé!
In den letzten 15. Minuten kamen die ET’s dann auch zu ihrer ersten und einzigen Chance, fairerweise vergaben auch sie die erste Chance und der Ball kullerte munter und fröhlich am langen Eck vorbei. Danach passierte recht wenig, der Schiedsrichter pfiff nach gefühlten 85 Minuten ab – el clasico war ja im TV ;). Die von eingezwickten Nerven (Klemens), fehlender Kondition (Gregor, vielleicht auch Kasper ein wenig? ^^) und sonstigen Wehwehchens geplagten Sterne konnten wiedermal als Sieger Duschen gehen. Btw. der RSF ist seit 10 Pflichtspielen (+ 1 Freundschaftsspiel) ungeschlagen und die beste Rückrundenmannschaft der Liga! Yeah Burschen!

Ah ja, wer hat eigentlich den entscheidenden ersten Pass beim 2:0 gespielt, der die Laufwege für Bence und Flo aufgerissen hat?
AntwortenLöschenIch hoffe der hat einige Fehler wettgemacht die im Gegenzug passiert sind, wie z.B. ein Nowak'scher Querpass vor's eigene Tor :)