Mittwoch, 25. Mai 2011

Runde 18 (Nachtragsspiel): RSF vs. Eintracht BW

An einem der ersten heißen Tage des Jahres 2011 versammelten sich erstaunlich viele Spieler des RSF auf dem Sportplatz WAF Gruam, um einem weiteren Gegner der DSG Liga das Fürchten zu lehren. Mit der schon fast perfekt eingespielten Aufstellung ging es los, diesmal auch mit unseren Neuzugängen Max und Sandro (Max als Innenverteidiger, Sandro wie erwartet im Tor). Und was am Platz geboten wurde, gefiel den RSF-Ultras: Dominante Spielbeherrschung, eine Chance nach der anderen für die Weiß-Rot-Weißen. In der 17. Minute nutzte dann Mittelfeldriese Bence gekonnt seine 194cm Körpergröße aus, um den Ball mit erhobenem Haupt im Netz zu versenken. Die Freude über das Führungstor war so groß, das sogleich durch Ralph der zweite Treffer folgte. Unser Torschützenkönig gleicht einem unersättlichen Raubtier, auf der immerwährenden Suche nach schmackhafter Beute.
Leider wollte sich der Italien-Import unserer Gegenspieler nicht wehrlos ergeben, und antwortete mit einem schönen Tor aus gut 20m Entfernung, auf Millimeter genau an Sandro's großen, starken Händen vorbei. Aber der RSF zeigte sich kampfstark, Daniel "Abi" Aberer tanzte mit dem Ball Walzer im Strafraum der Gegner, und nach dem Tanz verstaute er die Kugel mit festem Tritt im Tor. Doch leider schien es fast schon zu einfach zu gehen. Wieder war es der Italo-Stürmer, wieder ein Zaubertor, diesmal wohl allerdings auch mit ein wenig Glück aus sehr ungünstiger Position.
Die Stimmung auf der Tribüne war brisant, es drohte ein Platzsturm der unzufriedenen RSF-Fans. So kam der Pausenpfiff gerade richtig, um Spiel und Gemüter zu beruhigen.

Nach vollzogenen Wechseln und leichten Taktikänderungen ging es nun munter weiter. Max wurde auf die Außenbahn verlegt, um sich besser in das Offensivgeschehen einbringen zu können, seine Position übernahm an der Seite von Kapitän Nik Wageneder der Vorarlberger Herzensbrecher Michael "Hubi" Huber. Der neue Stürmer, Tobi Walkner, welcher für den angeschlagenen Ralph auf das Feld gekommen war, rechtfertigte die Entscheidung des Trainerstabs sofort: mit einem routiniert versenkten 4:2 riss der RSF das Spiel wieder an sich, und beruhigte die bereits mit Glasflaschen bewaffneten Fußball-Chaoten an der Seitenlinie. Nun schien der Gegner endgültig gebrochen, der RSF ließ nun nicht mehr nach, vor allem der Alpenyankee Lukas Martinsons auf der linken Außenbahn fiel mit gefährlichen Angriffsflügen auf der linken Außenbahn auf, auch sein Pendant auf der rechten Seite, Max Stahlhofen, spielte gefährliche Steilflanken an der überforderten Abwehr der Eintracht BW vorbei. Dem stark spielenden Berliner Bomber Marius fehlte jedoch das nötige Glück um den Ball zu versenken. Zum strahlenden Held der zweiten Halbzeit aber wurde Florian Part, der philippinische Laufroboter, der mit 2 wunderschönen Ferntoren das Spiel zu einem krönenden Abschluß brachte.
Ein schöner Tag für den RSF und seine Fans, der jeden der zahlreichen Schweißtropfen wert war.

- Kasper -


Dienstag, 24. Mai 2011

Streetkids vs. RSF


Aufstellung: Sandro – Lukas – Hubi - Ralf (45. Stefan) – Max; Bence (45. Flo P.) - Gregor; Flo R. - Abi – Marius; Tobi

Am Freitag, dem 20.05.2011, um 18 Uhr, war es wieder einmal soweit. Die Sterne trafen auf den, bis auf zwei Niederlagen, unbesiegten Meister der 2. Klasse, die Streetkids. Eine dieser Niederlagen, gleichzeitig auch die erste, die sie seit ihrer Gründung 2010 hinnehmen mussten, fügte ihnen der Rote Stern in der Hinrunde zu. Wir hatten heute die Motivation, dieses denkwürdige Ereignis zu wiederholen, auch wenn unser damaliger zweifacher Goalgetter nicht mit auf dem Felde stand.

Das Spiel fing mit ca. 20 minütiger Verspätung an – der Schiedsrichter beteuerte jedoch, dass es nicht seine Schuld war. Fakt war, dass es gefühlte 30 Grad hatte und das Aufwärmen zu einer Qual machte, weshalb wir ohne großes Nachhaken dem Schiedsrichter Glauben schenkten und vor der Fankulisse der Streetkids aufliefen.

Anstoß RSF, und los gings. Es folgte eine schnelle Partie, da, obwohl schon lange als Meister fix, sich die Kicker der Straßenkinder gebührend aus der Saison verabschieden wollten – und wie könnte man das besser tun, als den altehrwürdigen RSF zu schlagen? Angefeuert von rund 40 Fans (nachher wurde die Meisterschaft gefeiert) machten sie Druck, wo es nur ging. Der RSF stemmte sich dagegen, um die sehr gut kickende Heimmannschaft an einem Führungstor zu hindern. Zeitweise war es sogar so brenzlig (Sandro geschlagen) dass „sie nannten ihn Hubi“ einschreiten musste, um einen Rückstand zu vermeiden. Unglücklicherweise verließ uns irgendwann das Glück, und mit einem platzierten Schuss aufs lange Eck (Innenstange) ging die Heimmannschaft 1:0 in Führung. Die Fans hatten ihre Freude...zumindest zwei Minuten lang. Wie es sich für Routiniers gehörte, waren die Sterne von dem Gegentor gänzlich unbeeindruckt. Die erwähnten zwei Minuten reichten, damit Tobi und Marius den Status quo wiederherstellen konnten. Tobi kämpft sich aufs Tor vor, Schuß aufs lange Eck, dem Torwart bleibt nur die kurze Abwehr, welche Marius – routiniert, wie schon erwähnt – ins Tor bugsiert. Die Überraschung war groß – 1 Chance, 1 Tor. So spielt man auswärts Fußball! Nur fünf Minuten später musste der sich noch im Schock befindende Torhüter der Straßenkinder erneut hinter sich greifen. Ein direkt in den 16ener geflankter Freistoß köpfelt Abi in Richtung Marius, der mit einer schönen Volleyabnahme den Ball im Flug ins kurze Eck schiebt → 1:2! Bam! Die Fans fielen reihenweise in Onmacht – drei Tore in nur 8 Minuten – und dann noch den Meister aus dem Vorsprung in den Rückstand versetzt – der RSF zeigte, was Nervenstärke bedeutet.

Dann kam die ersehnte Pause – wie erwähnt, es brannte auf den Platz hernieder, als würde die Welt einen Tag später laut verirrter Christen untergehen. Der RSF wechselte 2fach, die eigentlich leicht verletzten Abi und Gregor blieben, da der Drang zu kämpfen jeden Schmerz unterdrückten. Aus diesem Grund wechselten Ralf mit Stefan und Bence mit Flo P. Letztere rotierte mit Flo R., um auf seiner gewohnten linken Seite spielen zu können.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, Anstoß Streetkids, welchen sie recht ansehnlich vollführten – kein Wunder, der RSF ließ sie im Vorhinein ja zweimal üben. Was folgte war eine nun ausgeglichenere Schlacht – unter anderem auch bedingt dadurch, dass der sehr starke Torjäger (21) mit Krämpfen vom Feld musste... für ihn kam ein glücklicherweise weniger agiles Straßenkind. Chancen, wie in der 1. Halbzeit (ein Lattenschuss udgl.) der Streetkids waren nun eher eine Seltenheit. Verzweiflungsschüsse aus der zweiten Reihe war mitunter das Gefährlichste, was noch aufgeboten wurde. Ansonsten konnte sich Hubi zum zweiten Mal auszeichnen – dieses Mal war es sein Rücken, der den Ball knapp am langen Eck vorbei lenkte. Von unserer Seite wurde natürlich auch hier und da Druck gemacht, ein Schuss von Tobi ging knapp am Torwart und am Tor vorbei, Marius sprintete ein ums andere Mal an den Verteidigern vorbei in Richtung Tor...aber auch uns war nichts zählbares mehr vergönnt. Bis auf eine gelbe Karte für Flo P., der ersuchte, all seine Kondition in einer Halbzeit gegen den recht unfair agierenden Siebner des Gegners („Spuckangriff“ im Hinspiel, ansonsten auch ein Arnautovic für arme) unterzubringen, sowie einer Gelben für den eben Genannten war das Spiel recht Kartenarm. Die Hitze, der harte Platz und das hohe Tempo der Streetkids machten sich dann ab der 70ten bei den RSFlern bemerkbar – Flo R. war ein von Krämpfen geplagter Schatten seiner selbst, und sogar Sandro, der fett und faul im Tor rumlungerte, schien schon hier und da ein Zwicken zu spüren. Man ist eben keine 20 mehr. Der Vorteil, den das hohe Durchschnittsalter der Roten Sterne mit sich brachte, sicherte uns auch den Sieg. Routine, Routine, Routine. Kein unnötiges Dribbeln hinten, kein Durchlassen bei der Viererkette sowie das Stören in entscheidenden Momenten verhinderte, dass die von ihren Fans Angestachelten das Spiel noch aufholen, geschweige denn drehen konnten. Tobi, unsere einsame Sturmspitze, ließ sich dann ab der 80ten in die Verteidigung zurückfallen und half mit, den Spielstand zu halten. Als der Schiedsrichter, der übrigens einer der Besten in dieser Saison war, das Spiel abpfiff, war ein jeder glücklich. Manche (Sterne) glücklicher als andere (Streetkids/Fans)...aber allesamt konnten stolz drauf sein, ansehnlichen Fußball bei südafrikanischen Bedingungen präsentiert zu haben.

Was noch zu sagen ist – mir war es leider unmöglich, das Spiel in diesem Bericht auch nur annähernd so gut darzustellen, wie es sich verdient hätte...ein jeder hat gefightet, ist gelaufen und hat sich so gut wie keine Fehler erlaubt. Das war auch absolut nötig gegen so einen Gegner – ein großes Lob an die Streetkids, die zurecht in die 1. Klasse aufsteigen. Und man sah wieder einmal – je stärker der Gegner, desto stärker sind auch wir! Meisterschaft 2011/2012, wir kommen!


Samstag, 14. Mai 2011

Runde 19: Dynamo Vendetta vs. RSF

Sonne, gefühlte 30°C – die Frisur hält – Glatze.
Wie es schon Tradition ist, trafen sich die Recken des RSF auf dem unbeliebten Sportplatz Leopoldau just 364 Tage nach dem letzten „Tag der Mutter“. Wer jetzt nachforscht, ob der letzte Muttertag wirklich genau 364 Tage vorher war, hat mein tiefstes Mitgefühl.
Wer sich erinnern kann – damals spielten wir anfangs zu 8t, dann stockten wir langsam auf 11 auf – bis einer mit Rot vom Platz flog, und wir zu 10 mit hängenden Köpfen vom Platz marschieren mussten.

Nun jedoch waren wir gewillt, dieses Malheur aus längst vergessener Zeit mit einem glorreichen Sieg zu überschatten – der Aufstieg war ja aus eigener Kraft noch möglich.

Von den angemeldeten 12 angry man tauchten jedoch unglücklicherweise nur 11 auf – unser „Mechicano“ hatte sich leider Gottes in der Nähe der Julius-Ficker-Straße verirrt und konnte auch bis heute nicht mehr gefunden werden.

Aufstellung wie folgt:
Tor: SwissAuer
Vert.: Kasparov, Hubiño, Ralfito und da Stefan
Mf: Klemensi, Giorgio, Aaahndi, Flop, Tobislav
Sturm: Was? Fass? Vass!

Das Spiel begann mit einem Sieg in Sachen Platzwahl – die Sterne spielten mit der Sonne in den Stiernacken! In diesem positiven Licht ging es für uns auch weiter – 5 Minuten gespielt, ein weeeeiter Abschlag von unserem Goalie, einmal kurz aufgesprungen im gegnerischen 16ener, unser langer Vorarlberger (späterer Krankenhausaufenthalt brachte es ans Licht: 1.90m(!)) setzt sich im Zweikampf mit ca. 8 Vendettas auseinander und schiebt den Ball dann routiniert am gegnerischen Torwart vorbei.... 1:0. Welch glorreicher Anfang. Wie es sich für eine gewachsene Mannschaft gehörte, lehnten sich die Sterne trotz Auswärtsspiel nicht zurück und ließen sich auch nicht von den nicht vorhandenen Fans, sowohl der Heim- als auch der Auswärtsmannschaft, irritieren. In der 10. Minute kam es dann so, wie es bei den Sternen leider hier und da passiert – das Pech schlug in der Hülle des 2:0 zu. Ein Wolf im Schafspelz, sozusagen. Freistoß an der Mittelfeldlinie, Giorgio bringt den Ball in den 16ener – wieder das gewohnte Aufspringen des Balls und das erhoffte in Nichts springen der Gegner. B. Vass schraubt sich erneut in die Höhe, Kopf voran in den Ball hinein – und leider Gottes auch in den Torwart, der sich sehr rabiat in diesen Luftkampf einschaltete. Ergebnis dieser Sekunden totaler Action: Zwei sich krümmende Spieler am Boden, ein Ball im Tor. Was für uns zuerst noch Grund zur Freude war (ja, der Ball im Tor, nicht die beiden da am Boden) erwies sich in weiterer Folge als Genickbruch. Das Pech hatte uns wieder – während der Torwart der Vendettas problemlos weiter spielen konnte, musste unser doppelter Torschütze vom Feld. Diagnose: Außenbandzerrung. Gute Besserung an dieser Stelle.

Zurück zum Spiel – zuerst schien es noch so, als ob die Sterne die nun in Überzahl agierenden Vendettas halbwegs unter Kontrolle halten könnten – die Abstinenz des 11ten sowie des ein oder anderen starken Stammspielers machte sich jedoch immer mehr bemerkbar. Vorne fanden die RSFler kaum mehr zum Abschluss, die Gefährlichkeit erwuchs meist nur durch Ecken oder Freistöße – ganz im Gegensatz zu der Heimmannschaft. Diese verschoben gekonnt die Seiten und nutzten den entstandenen Raum für ihre zahlreichen Angriffe, welche glücklicherweise sehr oft in Abseits endeten. Einer dieser Angriffe, ebenfalls Abseits, den der Schiedsrichter jedoch aus Gründen der Kulanz weiter laufen lies, führte dann zum schmerzlichen 2:1 (ca. 35min./der Spielbericht des DSG ist dieses Mal relativ unnütz).

Haaaalbzeit!

Über die zweite Halbzeit gibt es leider nichts positives mehr zu berichten – wie es sich aber für Revoluzzer gehörte, gingen die Estrellas rojas nicht ohne Kampf unter. Das 2:2 folgte kurz nach der Pause aus einem unglücklichen Abstoß und einem im Wegrutschen verzogenen Schuss gegen die Laufrichtung des Goalies mehr zufällig als koordiniert. Den Spielern war bewusst, dass man auch mit dem Unentschieden aus dem Aufstiegskampf praktisch draussen ist – daher wurde weiterhin nach vorne gespielt, was das Zeug hielt. Obwohl letzte Kräfte mobilisiert wurden und ein jeder kämpfte, klappte in der zweiten Halbzeit praktisch nichts mehr. Ein großer Teil der Fehlpässe ging sicherlich auf die Kappe der Kondition und auf die diametrale Verteilung der Selbstsicherheit seitens Vendetta und RSF. Die Tragödie nahm ihren Lauf und der RSF verlor nach einer Führung noch mit 2:3. Dieses Mal muss jedoch erwähnt werden, dass nicht die Spielleistung ausschlaggebend war, sondern das 75minütige Unterzahlspiel und die daraus resultierenden Konsequenzen wie Müdigkeit, Frust, Unsicherheit und schiere Verzweiflung ;).

Sei's wie es sei, mit diesem unglücklichen Match ging eine sehr schöne Serie zu Ende – soweit der Autor richtig informiert ist, waren die Sterne nun seit 11 Spielen ungeschlagen (davon 8 Siege). Darauf können wir stolz sein. Und auch darauf, dass wir kommende Saison diese Serie übertreffen werden muahahaha!

G.

Btw. mir ist durchaus bewusst, dass sich die Komik dieses Spielberichts in Grenzen hält...aber mehr war für mich bei der Partie einfach nicht drinnen ;)