Montag, 28. März 2011

RSF vs. Chocola

Sonntag, 27. März im Jahre Schnee. Tatort Schmelz.

Ein ganz normaler Sonntag. Abgesehen von der Tatsache, dass der RSF an diesem Tag des unbekannten Herrn, wie an jedem Spieltag, um den Aufstieg kämpfte, und die Uhr eine Stunde zurück gestellt wurde, wars ein in den Geschichtsbüchern wohl nicht wiederkehrender Sonntag. Doch genau das letzte Detail, ein kleines Detail am Rande, würde man meinen, könnte der Grund sein, warum die Chocolatiers nur zu 10 antraten (ab 45. min zu 11). Böse Zungen behaupten, dies hätte einen Einfluß auf das Spiel gehabt. Aber da wir wissen, dass der RSF nur dann richtig gut spielt, wenn er auch gefordert wird, lassen wir das 11vs10 mal nicht als Vorteil, sondern fast schon als Nachteil durchgehen.

Der RSF mit seiner gewohnten 4-2-3-1 Aufstellung:
Tor: Ralf CH
Verteidigung: Stefanov, Hubinov, Nikita, Kasparov
MF: Bence, Andi, Flo P. (45. Tobi), Klemens, Marius (45. Gregor)
Sturm: Ralph

Leicht ersatzgeschwächt (Abi, David) liefen die Sterne auf, um die 3 Punkte nach Hause zu bringen. Im Gegensatz zum Spiel gegen Armada konnten die RSFler diesmal als erster in Führung gehen - nachdem Ralphi allein vor dem Torwart zu wenig von seinem Mostschädel verwendet hatte, um den Ball ins Netz zu drücken, kam nun sein buckliger Rücken zur Geltung! Eckball Flo P., Ralph steigt auf, dreht sich in Mumumanier weg vom Ball und lässt seine Nummer 18 die Arbeit erledigen: 1:0! Ein richtiger Stürmer trifft eben mit allen Gliedmaßen (la espalda de dios?). Nur zwei Minuten später legte Marius nach - 2:0! Wie es scheint, hat Marius die längere Abstinenz genutzt, um sein Killergameplay zu perfektionieren! Apropos Killergameplay - Kasper ist nun schon seit 25. November Kartenlos. An dieser Stelle ein Lob an das (ehemalige?) infant terrible! Yeee!

Erpicht darauf, eine möglichst sichere Führung herauszuholen, lehnten sich die Sterne nicht zurück und liefen einen Sturmlauf nach dem Anderen - man spürte hier und da die Abstinenz eines Abi's hinter den Spitzen, im Großen und Ganzen wurde er jedoch von Klemens, der einer der Besten auf dem Platz war, sehr gut vertreten. Aus einem weiteren Angriff folgte dann auch das 3:0, wiedermal durch unseren Goldeinkauf Ralphino. Da ich in der Zeit damit beschäftigt war, mit Tobi am Spielfeldrand den Ball hin und herzuschieben, habe ich leider keine Ahnung, wie das Tor ausgesehen hat - gehen wir mal von einem 40m Schuss unters Kreuzeck aus.

Ralphi, der vom RSF dazu erkoren wurde, die Torjägerauszeichnung "nach Hause" zu holen, netzte in der 44min nochmal aus kurzer Distanz ein. Der Ersatztorhüter der Chocolats konnte einem Leid tun. Hätte der DSF alle Tore von Ralph auch immer ihm zugeschrieben, würde unser Wunderwutzi nun bei 17 Toren stehen - und wäre somit der effizienteste Stürmer der Liga. Tja. Wenn. Zu Erwähnen vielleicht noch, dass dem Gegner in der Zeit keine richtige Chance auf ein Tor gelang - Lob an die 4er Kette!

Pause - Wechsel beim RSF, Tormannwechsel bei Chocola + 11ter Spieler

Nach ca. 30 Minuten Halbzeitpause, weil der Schiedsrichter mit der Technik kämpfte und den Laptop unbedingt jetzt zum Laufen bekommen wollte, gings frohen Mutes weiter. Wie jedoch schon Anfangs erwähnt, braucht der RSF einen starken Gegner, um selbst stark zu spielen. Bis auf die Nummer 5 (lebt!) der Choccos schien der Gegner jedoch bezwingbar. Somit wurde auch unser Spiel sehr schleissig - nervöses Ballwegschießen, Fehlpässe und mumuhaftes Zweikampfverhalten waren nun an der Tagesordnung. Somit auch nicht weiter verwunderlich, dass das 5:0 aus einer Standardsituation fiel. Eckball. Tobi schraubt sich hoch zum Kopfball - Tooooor! Praktisch die selbe Situation 2 Min. später, diesmal jedoch knapp am Tor vorbei. Trotz des spielerischen Verfalls gelangen den Sternen mehrere hochprozentige Chancen - aus Angst, als Angeber darzustehen, schoss Ralph im 1:1 den TW lieber ab als ins Tor, bzw. aus ca. 43cm Abstand den Ball über die Aus- anstatt über die Torlinie. Die Gäste hingegen mussten sich mit einem Freistoß an der Strafraumgrenze, der durch Kasper abgewehrt wurde, bzw. mit einigen Vorstößen des 5ers auf der linken Seite begnügen, welcher seinen Meister in Hubi, Stefan und Nik fand. Die größte Chance hatte wohl der 7er der Gegner, der durch einen Fehlpass fast alleine aufs Tor zulief. Fast. Dieses Fast, manch einem als Kapitän der Sterne bekannt, konnte den 7ner durch eine wahnwitzige Aufholjagt noch...ja genau, "aufholen", verwickelte diesen dann in ein Gespräch über Erneuerbare Energien und den Atomausstieg in der EU, worauf der komplett Verwirrte (der Gegner, nicht Nik) direkt auf unseren herauseilenden Torwart schoss - Ralf bedankte sich dafür, dass er endlich mal gefordert wurde, mit einem sicheren Save.

Irgendwann war das Spiel dann auch vorbei, die halberfrorenen Fans + Auswechselspieler freuten sich und alle waren glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Lob an den Gegner, sehr faire, humorvoll geführte Partie!

G.

Sonntag, 13. März 2011

Runde 14: RSF vs. Panda

Grias eich, Schweinsbäuch!

Sonntag...13.03.2011...15:59 Uhr....eine leichte Nordostböhe strich über den Kunstrasen der Schmelz...die drückende Ruhe zeugte von der berechtigten Nervosität....für den Roten Stern ging es heute darum, die Chance des Aufstiegs zu wahren.

Heute auf dem Platz: SwissRalf, Hubi, David, Nik, Kasper (10. Tobi) - Bence (45. Gregor), Andi - Flo P., Abi, Klemens - Ralph

16:05:00 Uhr: Mit leichter Verspätung wurde das Spiel angepfiffen - zahlreiche altbekannte Fans fanden sich ein, um den Sternen den Rückhalt des 12ten Mannes zu gewähren. Auch diese sollen zur Ehre der namentlichen Erwähnung kommen: Bische, Corre, General Manager, Tschuke und Freundin (sorry!).

Anstoß der Pandas...

16:05:12 Uhr: Nach nur 12 Sekunden wurde der Ball vom RSF erobert. Abi zu Klemens, unser Rechtsaußen zog aus 40m auf das Tor ab - wer unter der missglückten Kerze einen Paß vermutet, hat schlichtweg keine Ahnung von professionellem Fußball. Nach einem kurzen Aufsetzer vor dem Torwart, welcher von Ralphino abgelenkt wurde, trudelte der Balll ins Tor! Grandios! Ein perfekter Start für die Sterne. Manche würden meinen, dass da Glück im Spiel war - wieder andere meinen, Astrologie hätte eine Daseinsberechtigung. Beides völliger Blödsinn. Klemens darf sich von nun an mit dem "schnellsten Tor in der Geschichte des RSF" rühmen - wahrscheinlich auch mit dem schnellsten Gegentreffer, den die Pandas je bekommen haben...

Die körperlich sehr robust auftretenden Gäste gaben sich jedoch leider nicht so geschockt, wie erhofft, und hielten stark dagegen. Die Konsequenzen waren ein frühzeitiges Ausscheiden von Kasper, der mit einer Zerrung des Oberschenkels vom Platz musste - für ihn kam Tobi aufs Feld, welcher mit Andi die Positionen tauschte (Andi ging auf Kaspers Platz, Tobi spielte als 6er).An dieser Stelle noch gute Besserung für den mittlerweile sehr diszipliniert agierenden Gattuso!

Es folgte eine relativ zerfahrene erste Halbzeit - ein paar kleinere Chancen für den RSF, hier und da musste auch unser Exilschweizer Schüsse aus der zweiten Reihe abfangen - da weder hier noch da Schnitzer passierten, ging es mit dem 1:0 in die Pause. Leistungsmäßig besonders hervorzuheben sind die beiden Mittelfeld-Außenspieler - Klemens arbeitete in Vorarlberger Manier (Schaffa schaffa - Hüsle baua) nach vorne und lief sich die Lunge aus dem Hals, was den Trainer der Pandas zu regelrechten Schreikrämpfen veranlasste. Flo P. half vorallem hinten sehr oft aus und klärte eine brenzlige Situation mit ganzem Körpereinsatz! Sehr vorbildlich!

Wechsel: Bence raus, Gregor rein.

Die zweitplatzierten Pandas starteten druckvoll in die zweite Halbzeit, drängten auf den Ausgleich, welcher jedoch von unserer seit längerem fehlerfrei agierenden 4er-Kette verhindert wurde. Es wurde mit großem Einsatz um jeden Ball gefightet, Andi holte sich seine erste gelbe Karte in einer ansonsten unbefleckten Karriere mit einer sehenswerten Slow-Mo Grätsche ab.

Durch das agressivere Vorpreschen der Pandas taten sich nun mehr Räume auf, welche die RSFler zu nutzen wussten - sowohl über die beiden Außenspieler als auch direkt über die Mitte wurde gekontert und Druck gemacht. Aus so einem Angriff über Tobi, welcher zwei Gegner an der rechten Strafraumecke stehen lies, und einen sehr schönen Pass aufs lange Eck zu Flo P. spielte, fiel das 2:0. Mit einem kraftvollen Tor aus spitzem Winkel erlöste Floberto die RSFler und zwang die Pandas, vollends auf Offensive umzustellen.

Wie immer zeigte sich die Hintermannschaft des RSF von den langen Bällen und dem Versuch einzelner Gegner, im Mittelfeld durchzudribbeln, wenig beeindruckt. Wenn mans runterbricht, und das tue ich nun an dieser Stelle, hatten die Pandabären in der zweiten Halbzeit nur eine einzige Halbchance - ein Schuss aus ca. 35m, welcher unser Goalie in Zusammenarbeit mit der Latte sicher ins Aus bugsierte. Gang im Gegensatz dazu der RSF - Flo P., Klemens, Abi, Ralph, Tobi - diese Fünf machten Druck, spielten deren Verteidigung schwindlig, hier und da auch sich selbst, das jedoch nur, um die Fans zu unterhalten. In der 63. Minute fiel dann das nicht unverdiente 3:0 - Floberto in Zusammenarbeit mit Abi auf der linken Seite, Ball wird an den 16ener zu Tobi gespielt - mit viel Übersicht passt dieser zu Ralph, welcher kurz aufschaut, Maß nimmt, und aus ca. 18m den Ball routiniert flach ins rechte Eck zirkelt! Bam oida!

Die Fans kannten kein Halten mehr: Da wurde gegröhlt, gejubelt und geschriehen - zwar meist nur im inneren des jeweiligen Kopfes, aber die fröhlichen Gesichter sprachen für sich! Die Gegenseite suchte nach Lösungen - Auflösung der 4er Kette, totale Offensive...es half alles nichts. Die Angriffe, meist über den 10ner, 11er und 14ener des Gegners, wurden von Andi, Gregor, David, Nik und Hubi unterbunden. Flo P. half hinten oft aus, lange Bälle wurden mit wuchtigen Kopfbällen von David aus der Gefahrenzone raus geköpfelt...ein gewisser Frust machte sich beim Gegner breit, worunter besonders der Schiedsrichter zu leiden hatte - bzw. Abi, welcher von der Nummer 10 praktisch jedesmal übertrieben hart getackelt wurde.

Die härtere Gangart der Gegner (fairerweise muss man jedoch anmerken, dass nicht unfair oder foul gespielt wurde) führte dann auch zum Endstand von 4:0 - Klemens setzt Ralph mit einem schönen Lochpass in den 16ener in Szene, dieser läuft geschickt zwischen den Ball und einen Verteidiger - welcher ihn dann sekunden später von den Beinen holt - Elfmeter.

Trotz aller Schwarzmalerei schoss der Gefoulte selbst - klassisch lässig versenkte Ralph den Ball mehr oder weniger in der Mitte des Tores. Nicht einmal der Artenschutz konnte die Pandas noch retten - 4:0! Der Rote Stern greift nach dem Aufstieg!

Besonders die zweite Halbzeit war schön anzusehen - viel Einsatz, gutes Teamwork, und eine sehr gute Chancenauswertung führten zu einem verdienten Sieg.

Gratulation an alle! Anbei noch ein Bild, welches das Spiel am besten zusammenfasst ;)


Gregor

Dienstag, 8. März 2011

Runde 13: FC Wien - Roter Stern Favoriten

Aufstellung: Ralf Ricola - Stefan; Hubi; Nik; Kasper - Gregor ; Andi - Flo P. (erst in der 2ten Hälfte); Abi; Klemens - Tobi

Aufgrund der chaotischen Zustände an diesem Samstag-Vormittag starteten wir das Spiel zwar pünktlich, aber nur mit 10 Mann am Feld. Die ersten Minuten verliefen ähnlich unkoordiniert wie die Anfahrt - viel Geplänkel im Mittelfeld, kein klarer Spielaufbau. Dennoch sehr bald die Großchance aus wenigen Metern für unseren einsamen Stürmer Tobi, der nach monatelanger Weltreise zurückgekehrt war. Doch leider machte sich die fehlende Spielpraxis bemerkbar, und so landete der Ball weit weg vom gegnerischen Tor. Es sollte aber schneller und einfacher gehen als alle gedacht hatten: nachdem die anfängliche Nervosität abgelegt war, konnte der RSF mit einigen sehenswerten Spielzügen schnell das Führungstor erzielen. Besonderes lob gilt hier Klemens, welcher auf den letzten Metern im Alleingang mehrere Abwehrspieler des FC Wien ausgetanzt hat, um schließlich den Ball eiskalt im langen Eck zu platzieren.

Und stürmisch ging es auch in den folgenden Minuten zu. Auch zu zehnt dominierte der RSF das Geschehen auf dem Spielfeld. Auf der rechten Flanke eroberte Kasper den Ball vom Gegner, und platzierte ihn punktgenau vor den Füßen von Abi, welcher mit einem platzierten und starken Schuss auf 0:2 erhöhte.

Es ging sogleich zügig weiter - nur einen Augenblick später umtanzte Abi wieder gekonnt die FC Wien Verteidiger, spielte einen scharfen Pass in den Strafraum, den Klemens wiederum in bester Torjägermanier verwertete. Das 0:3 war zu diesem Zeitpunkt, trotz numerischer Unterlegenheit, mehr als verdient. Der Gegner konnte, auch dank einer sehr stabilen Abwehr und einiger spektakulärer Aktionen von Nik, Hubi, Stefan und Kasper, aber auch wegen des dominant spielenden Mittelfeldes nie gefährlich werden.

Zur Halbzeitpause war der Grad der Erschöpfung unübersehbar. So verbrachte Nik auffällig lange die Zeit im Bereich der Sanitäranlagen, und auch einige andere Spieler des RSF hatten mit einem flauen Gefühl im Magen zu kämpfen. Dennoch standen pünktlich alle zum Anpfiff am Feld, zusätzlich verstärkt durch den angekommenen Flo Part, nunmehr also vollzählig.

Das Feuer aus der Partie war jedoch draußen. In den ersten 5 Minuten machte der FC Wien viel Druck, den der RSF aber gut abfangen konnte. Folglich begnügte man sich mit der deutlichen 3:0 Führung, und verwaltete das Ergebnis. Ganz mangelte es jedoch auch in der zweiten Hälfte nicht an Highlights. Vor allem Tobi kam immer besser ins Spiel, auch wenn seine Abschlüsse nach wie vor zu wünschen übrig ließen. Abi, Klemens, und der ins Spiel gekommene Flo Part konnten ebenfalls öfter gefährlich in Strafraumnähe kommen, auch wenn kein zählbares Ergebnis dabei heraus kam. Auch Andi und Gregor versuchten es hin und wieder mit Angriffen und Fernschüssen aus dem tieferen Mittelfeld. Sehr gut klappte auch das Spiel in der Abwehr, wenngleich das Spiel nach und nach immer statischer wurde. Unser Alpentorwart sorgte wie immer für einen höchst verlässlichen Rückhalt. Beim FC Wien wurde aufgrund einer Verletzung gewechselt, und das schien das Spielkonzept des Traditionsklubs endgültig über den Haufen zu werfen. Nur mehr vereinzelt wurde Angegriffen, und es fehlte jegliche Koordination.

Und doch konnte sich Hubi auszeichnen, als er in letzter Not das sichere Gegentor verhinderte. Er sollte auch noch ein weiteres Mal auffallen, als er vom Schiedsrichter mit einer gelben Karte verwarnt wurde.

In den letzten Minuten konnten beide Mannschaften den Schlusspfiff kaum noch erwarten. Als letztes Highlight wäre noch Hubi's lautstarker Krampfanfall zu erwähnen, welcher aufgrund der spät einsetzenden medizinischen Hilfsmaßnahmen wohl noch einige Tage zu spüren sein wird.

Alles in allem ein sehr faires, teilweise sehenswertes Spiel, und für den RSF jedenfalls ein gelungener Saisonauftakt. Auch mit nur 10 Mann wurde das Spiel dominiert, wenngleich deutlich war dass der FC Wien die Saison auf dem falschen Fuß gestartet hatte. Nun jedenfalls ist der Rote Stern am Aufgehen, ein frischer Morgenwind weht durch die Kabine, denn selbst die Aufstiegsplätze sind in realistischer Reichweite.

- Kasper -