Freitag, 26. November 2010

RSF vs. Streetkids

Aufstellung:
Tor: SwissFlo
Verteidigung: Kasper, Nik, SwissLuke, Ralf
Mitte: Marius, Klemens, Gregor, Abi, Flo P.
Sturm: Ralph

Seid gegrüßt, Freunde der kurzweiligen Unterhaltung!

In dem von niemandem außer dem Roten Stern Favoriten als DAS TOPSPIEL der 2. Klasse(B) gesehenen Match flogen die Fäuste, die/der/das Salvia und so mancher hart getackelter Spieler.

Das Spiel hatte alles, von den Basics wie Spielern, Schiedsrichter und einem - danke an die Gäste - sehr guten Matchball bis zu Elfmetern, 50m-Tore und Diskussionen auf parlamentarischem Niveau.

Nun gut, gemma's an. Gespielt wurde auf dem ehemaligen Heimplatz des RSF, der Schmelz.
Kurz vor dem Ankick versuchten es die Streetkids noch mit psychologischer Kriegsführung á la "wir machen einen Huddle und schreien unseren Vereinsnamen". Diese, wohl aus amerikanschen Gefilden (American Football, Anm. d. Red.) stammende Unart lehnte der RSF strickt ab und bestrafte die wandelnden Anglizismen mit einem frühen 1:0: Nach einem kurzen Angriff der Kids und einer anfänglichen Unordnung in den Reihen des RSF vollführte "Swiss-Luke" mit einem 50m Freistoß direkt auf das Tor das so wichtige Führungstor.

Ausgehend für das relativ schnelle Ausgleichstor der Streetkids war eine von vielen kuriosen Entscheidungen des Schiedsrichters: Ein 20m Freistoß flog knapp über die Mauer und änderte aus bisher noch ungeklärter Ursache die Flugrichtung - der Schiedsrichter, der just in diesem Moment blinzelte, schloss auf ein Handspiel, da "jemand die Hände nach oben bewegt hatte". Trotz der Argumentation, dass für ein Handspiel die Berührung des Balles von essentieller Bedeutung ist, gab es Elfmeter gegen die tapferen Recken. SwissFlo im Tor war chancenlos, als der Kapitän der favelanischen Straßenkinder sicher zum 1:1 einschoss.

Wie viele große Vereine lies sich der Rote Stern Favoriten(von rebelliösen Subjekten als Todesstern Favoriten bezeichnet) nicht beirren, machte weiterhin Druck und kam zu zahlreichen Chancen durch Ralph, Flo P. und Konsorten. Teilweise zu verdanken hatten unsere Offensivkräfte die zur Verfügungstellung des Balles einer sehr stabilen Abwehr (besonders Nik zeichnete sich aus) und einem über sich hinauswachsendes Mittelfeld. Der schon erwähnte Kapitän der Sterne leitete dann die erneute Führung ein: Zweikampf Abi / Gegner, Nik schnappt sich den Ball, schlüpft katzenartig an einem Gegenspieler vorbei, spielt einen sehr schönen Pass auf Ralph "el marcador" Huber. Dieser schließt in von ihm gewohnter Manier routiniert zum 2:1 ab. Und übrig blieb nur Jubel.

Der erfolgsverwöhnte Gegner konnte mit einem Rückstand sichtlich nicht umgehen - das Spiel wurde härter, unfaire Aktionen wie ein nicht geahndeter Faustschlag vom Kapitän der Kids gegen unseren SwissLuke (Blut, wohin das Auge reichte....) und zahlreiche unnatürlich lange Ellenbogen machten den RSFler das Leben schwer. Kasper versuchte, in Gattusomanier Feuer mit Feuer zu bekämpfen und wurde von dem schwachen Schiedsrichter mit Gelb belohnt. In einem dieser härteren Zweikämpfe verletzte sich dann unser infant terrible und musste frühzeitig vom Platz - für ihn kam ein zwielichtiger Investmentbänker aka Hubi. Kurz zuvor gab es jedoch noch eine nenneswerte Aktion des Gegners - der unverdiente Ausgleich. Freistoß aus gut 20m, knapp über die Mauer gezirkelt - SwissFlo noch mit der Hand dran, musste sich jedoch zum zweiten mal dem Kapitän der Raufbolde geschlagen geben.

Halbzeitpause!
Halbzeitpause vorbei!

Beide Mannschaften wechselten, da uns jedoch nur eine interessiert, wird auch nur von dieser der Wechsel namentlich erwähnt: Er heißt Bence, was ungarisch für "das Längliche" ist, und kam für Ralf. Bence tauschte dann mit Gregor den Platz und sorgte im defensiven Mittelfeld für Ordnung.

Die zweite Hälfte begann so, wie die erste. Patsch Patsch und Tor. Wieder war es SwissLuke, wieder ein weeeeiter Freistoß - einziger Unterschied: Diesmal sprang der Ball nicht zuerst auf und dann ins Tor, sondern direkt über den Torwart, ganz genau unter die Latte. 3:2.

Was nun folgte war ein Wall der Entrüstung unser auf höchstem Niveau schimpfenden Gäste - natürlich konnte nur das Versagen in allen anderen Lebensbereichen der Roten Sterne Grund dafür sein, dass sie fußballerisch den Tabellenführer in Grund und Boden spielte. Die zusätzlichen Bezeichnungen wie "Homos" und "Schwuchteln" tat unserem Spiel keinen Abbruch - der RSF hat es eben nicht nur in den Beinen, sondern auch im Kopf. Auch MIT dem Kopf machten die Sterne eine gute Figur, alleine Klemens opferte ca. 1/200.000tel seiner Gehirnzellen den Luftzweikämpfen (von neurologischen Recherchen wird abgeraten, Anm. d. Red.) und leitete somit den ein oder anderen Angriff ein. Flo P., quirlig wie immer, Marius auf Speed (Anm.d. Red.: Scherz!) und Ralph setzten deren Abwehr zusehens unter Druck, die Folge waren zahlreiche Eckbälle und einige brenzlige Aktionen vor dem Tor des Tabellenführers. Mit zwei sehr ansehnlichen Freistößen, welche einerseits vom Torwart, andererseits von einem 2m Verteidiger auf der Linie per Kopf abgewehrt wurden, festige Ralph seine Position als Freistoßschütze. Die jahrzehntelange Fifa-Obsession machte sich bezahlt.

Die Angriffe der Gäste hielten sich in der zweiten Hälfte in Grenzen - und endeten meist in Abseits oder bei unserem sehr gut mitspielenden chuchächäschtli.

Unter dem Druck nervlich zerbrechend wurden die paar Ungustl, welche in den gegnerischen Reihen aufliefen (es waren ja net alle auf dem Niveau von Kindergartenabbrecher unterwegs), wieder auffällig. Hier wurde gespuckt, dort einem der Ball aus kürzester Distanz in den Magen getreten (Spiel war gestoppt wegen Einwurf) mit der Begründung: "Was will der hier?"....

In der 81. Minute revangierte sich der Xbox-Veteran stellvertretend für Millionen von Tabellenführern schlecht behandelter Fußballspieler mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel. Halblinks im Strafraum netzte er trocken und wuchtig ins lange Eck und legte damit den 4:2 Endstand fest. Kurz zu erwähnen: Statistisch gesehen hat der Neuzugang alle 52 Minuten Grund zum jubeln. Respekt!

In diesem Sinne eine schöne Winterpause, Gratulation den Streetkids zur Herbstmeisterschaft! Wären die 3-4 Ungustl net gewesen, wärs ein richtig schönes Spiel geworden - so wars eben ein schöner Sieg, aber ein unnötig tief geführtes Spiel....was den Sieg jedoch noch ein bisschen schöner werden lässt (im Sinne von "denen haben wirs gezeigt").

Gregor

Montag, 8. November 2010

Runde 9: Laube United - Roter Stern

Aufstellung: Tor: Alexander "Lizardo" Krawtschuk; Verteidigung: Bische, Hubi, Klemens, Kasper; MF: Stefan, Bence, Lukas, Gregor, Marius; Sturm: Ralph
Am 6. Oktober 2010, dem 2220. Geburtstag von Pharao Ptolemaios v. Epiphanes, trat der Rote Stern eine beschwerliche Auswärtsreise zum Heimplatz von DSG Laube United an. In der windigen Peripherie der Hauptstadt stand eine stark geschwächte Startformation auf dem Platz: Es fehlten die beiden Stamminnenverteidiger und der Stammgoalie. Zudem kursierten in der Presse Gerüchte, dass einige Starspieler am Vorabend bei ausschweifenden Feiereien gesichtet worden wären. Es gibt jedoch keinerlei fundierte Beweise dafür dass die Spieler sich derart unprofessionell verhalten hätten, weswegen hier die Unschuldsvermutung zu gelten hat.
Die ersten 30 Minuten nach Anpfiff können mit einem Wort kurz zusammengefasst werden: Chaos. Es ist nicht einmal zielführend, hier einzelne Aktionen näher zu erläutern, denn was am Feld passierte war purer Zufall, ohne Ziel und ohne Plan. Natürlich nutzten die Gegner diesen Zustand und erzielten das 1:0 Führungstor. Erst ab Minute 30. kam langsam Struktur in die rot-weisse Masse. Die Abwehr begann die Angriffe der Gegner frühzeitig zu entschärfen, und langsam konnte der RSF einen signifikanten Anteil am Ballbesitz erreichen. Einige gezielte Angriffe verunsicherten die Laube. So war es dann eine große Erleichterung, als der Ausgleich zum 1:1 fiel - durch einen ausgefuchsten und wunderschönen Abschluss von Lukas, auch wenn sich die Chance mehr oder weniger durch Zufall und rege Beteiligung der gegnerischen Abwehr ergab. Mit dem 1:1, einer gelben Karte für Kasper, einigen angeschlagenen Spielern und einer allgemeinen Enttäuschung über die schwache erste Halbzeit ging es dann in die Pause.

Als Austauschspieler stand nur Abi zur Verfügung - es gab am Feld aber 2 Verletzte (Bische und Kasper). Nach kurzer Diskussion humpelte dann Bische vom Feld und Kasper verdrängte den brennenden Schmerz im Oberschenkel. Lukas rückte zurück in die Abwehr, Gregor auf die linke Flanke und Abi nahm seinen Stammplatz als Spielmacher ein. Es schien als wäre eine gänzlich andere Mannschaft für den RSF aufgelaufen - kontrolliertes Spiel, Motivation und rollende Angriffe gegen das Laube Tor wurden den Zuschauern geboten. Die Abseitsfalle und das Positionsspiel der Abwehr funktionierten wie im Lehrbuch von Jose Mourinho, das Mittelfeld kontrollierte das Spieltempo und ließ den Gegner wie eine aufgescheuchte Antilopenherde laufen, und die Offensivabteilung lauerte wie ein barcelonesisches Raubtier und kreierte ein ums andere Mal gefährliche Situationen vor dem Tor. So fiel dann auch in Minute 63. das hochverdiente Führungstor durch eine perfekte Aktion von Ralph. Es hätten auch weitere Tore für den RSF fallen können, während die Laube gewaltig wackelte und unterzugehen drohte. Leider kam es dann doch anders als erwartet: eine kurze Unachtsamkeit in Minute 77. wurde mit viel Glück zum Ausgleich verwertet. Der Rote Stern, welcher zu der Zeit schon die letzten körperlichen Reserven beansprucht hatte, hatte dem nicht mehr viel entgegen zu stellen. Nur durch größte Anstrengung gelang es weitere Treffer der Gegner zu vermeiden, und doch konnte man immer wieder auch selbst für Chancen auf eine erneute Führung sorgen. Leider war in den letzten Minuten das Glück nicht auf Seiten der Sterne, und so wurden einige 100%ige vergeben.
Das Match endete dann auch mit einer bitteren Episode: Buchstäblich in den allerletzten Sekunden zappelte der Ball im Netz der Gegner. Eine tolle Aktion, eine schöne Auflage von Marius, perfekt verwandelt durch Ralph. Und leider eine krasse Fehlentscheidung des Schiris, der bis dahin das Spiel gut geleitet hat, jedoch dessen Urteilsvermögen in diesem entscheidenden Moment versagte als er auf ein nicht vorhandenes Abseits entschied.

Fazit: Nach der Großteils chaotischen ersten Halbzeit, welche der RSF nur mit Glück mit einem 1:1 beendete, folgte eine sehr starke 2te Halbzeit, in welcher ein Sieg mehr als verdient gewesen wäre. Nur die mangelnde Chancenauswertung und ein Schnitzer des sonst fehlerfreien Schiris führten zu einem 2:2 Unentschieden.

-Kasper-